10 Tipps für Schnäppchenjäger und Anbieter

1. Lesen Sie das Kleingedruckte
Vor dem Steigern sollten Sie unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und – noch wichtiger – die Hinweise des Online-Marktplatzes lesen.

2. Vorteil Versicherungsschutz
Achten Sie auf den Versicherungsschutz, denn nicht alle Internethändler bieten ihn an.

3. Vorkasse, Nachnahme oder Online-Bezahlsysteme?
Was ist besser? Wir können keinen sicheren Tipp geben. Vorkasse birgt das Risiko, dass man die Ware nicht bekommt, Nachnahme ist relativ sicher, aber die Gutschrift dauert lange und für den Käufer wird die Ware um Einiges teurer. Informationen zu den Online-Bezahlsystemen finden Sie unter „Bezahlsysteme im Internet“.

4. Vorsicht vor „schwarzen Schafen“
Bieter auf Online-Auktionen müssen sich auf Verkäufer einlassen, die sich meist hinter Phantasienamen verbergen. Und eine E-Mail-Adresse ist keine Anschrift, sondern ein Postfach, das jeder mieten kann. Die Auktionshäuser versuchen, schwarze Schafe mit automatischen Checks und persönlichen Kontrollen auszusondern.

5. Achten Sie auf Bewertungen
Fast alle wichtigen Internet-Shops arbeiten mit Bewertungssystemen, in denen sich Anbieter und Käufer nach einer Transaktion gegenseitig mit den Prädikaten positiv, neutral oder negativ benoten. Auch wenn es hier schon Manipulationen gegeben hat, lohnt sich der Klick auf die Bewertungsseiten.

6. Kein Deal mit Handy-Nummer
Lassen Sie sich per E-Mail vom Anbieter die Festnetz-Telefonnummer geben! Niemals nur sich mit der Handy-Nummer zufrieden geben! Wenn er sich weigert, sollten Sie nicht kaufen.

7. Wichtiges schriftlich fixieren
Gerade bei hochpreisigen Produkten ist es für den Käufer ratsam, sich bestimmte wichtige Eigenschaften des Gegenstands schriftlich bestätigen zu lassen. Sollte es Ärger geben, ist man so juristisch besser abgesichert.

8. Preisvergleich lohnt sich
Nicht jedes Internet-Sonderangebot ist ein Schnäppchen. Einige Händler werben zwar mit Aktionen, bieten ihren Warenbestand aber zum normalen Ladenpreis an. Nutzen Sie die Möglichkeit zum Preisvergleich im Internet über Online-Preisagenturen:
www.preisfinder.de
www.tiefpreis.de

www.preistrend.de
www.günstiger.de

9. Kreditkartendaten nie unverschlüsselt versenden
Schicken Sie Ihre Kreditkartendaten nie unverschlüsselt übers Internet. Achten Sie darauf, dass eine sichere Verbindung aufgebaut ist. Für die sichere Übertragung der Daten wird bei den meisten Online-Shops und Internet-Auktionshäusern das Sicherheitsprotokoll SSL (Secure Socket Layer) benutzt. Es schützt Datenübertragungen im Netz vor unerwünschten Lauschern. Ein anderer Standard zur sicheren Zahlungsabwicklung übers Internet ist SET (Secure Electronics Transaction). Ist eines dieser Sicherungsprotokolle aktiv, zeigt der Netscape Navigator dies durch ein Schlüsselsymbol an, beim InternetExplorer durch das geschlossene Sicherheitsschloss am unteren Windows-Rand.

10. Anbieter: Vergessen Sie nie den Mindestpreis!
Auch ein Internet-Geschäft ist verbindlich! Haben Sie vergessen, für Ihr Produkt einen Mindestpreis festzulegen und jemand erwirbt das teure Stück billig, haben Sie rechtlich keine Chance.

Sollten Sie einmal Probleme mit einem ersteigerten Produkt haben, vergessen Sie nicht: Für geschäftsmäßig handelnde Auktionshäuser und Shops gilt das Fernabsatzgesetz, das jedem Kunden ein Widerrufsrecht von zwei Wochen einräumt.