74-jähriger stirbt nach massiven Schlägen – Zweimal zum Opfer geworden

Bielefeld (dpa) – Ein 74-Jähriger, der vor rund zwei Wochen in einem Bielefelder Wohnheim lebensgefährlich verletzt wurde, ist gestern an seinen schweren Verletzungen gestorben. Jetzt soll die Leiche obduziert werden, um die genauere Todesursache zu klären. In Verdacht stand unmittelbar nach der Tat ein 21 Jahre alter Mitbewohner des Mannes. Er streitet die Tat jedoch ab.

Am Samstag vor rund zwei Wochen war die Feuerwehr alarmiert worden, weil der Senior mit lebensgefährlichen Verletzungen in dem Übergangswohnheim gefunden worden war. Er hatte zahlreiche Verletzungen am Kopf, am Oberkörper und an den Beinen. Die Ursache dafür waren nach Polizeiangaben massive Schläge.

Der polizeibekannte 21-Jährige geriet in Verdacht, weil er den Rentner im Dezember schon einmal so schwer attackiert haben soll, dass dieser ins Krankenhaus musste. Kurz nach dem Fund des Schwerverletzten nach der zweiten Attacke wurde er außerdem laut Zeugen in der Nähe des Tatorts gesehen. Nach intensiver Fahndung hatte er sich damals selbst bei der Polizei gemeldet und wurde festgenommen, heißt es. Den Antrag auf Untersuchungshaft wies eine Haftrichterin zurück. Der Tatverdächtige kam wieder auf freien Fuß.

08.02.2018  wel