Albtraum am Straßenrand

Zwei Männer brutal überfallen

(XY vom 31. Januar 2018) 
Zwei Raubüberfälle beunruhigen die deutsch-luxemburgische Grenzregion. Die Täter locken Verkehrsteilnehmer mit einem fiesen Trick in die Falle. Niemand weiß, ob und wann sie wieder zuschlagen.

XY-Szenenfoto

In den frühen Morgenstunden des 18. März 2017 fällt einem Motorradfahrer in der Nähe der Ortschaft Lenningen in Luxemburg eine Frau am Straßenrand auf, die sich offensichtlich in einer Notsituation befindet. Hilfsbereit hält der Fahrer an. Doch die Frau lockt den Helfer zu einem abseits stehenden Auto, an dem ihr Komplize wartet. Ohne Vorwarnung schlägt dieser auf den Mann ein, so dass der Helfer sofort das Bewusstsein verliert. Anschließend wird er ausgeraubt.

Fahrzeug der Täter (Vergleichsbild).

Zweite Tat, identisches Vorgehen
Nur wenige Wochen später, am 24. April 2017, schlägt vermutlich dasselbe Duo erneut zu. Ganz in der Nähe des ersten Tatorts, aber auf der anderen Seite der Mosel, also in Deutschland. Mit der gleichen Vorgehensweise locken sie einen Autofahrer in der Nähe eines Parkplatzes von der Straße weg, schlagen auf ihn ein und raubten ihn aus. Die Polizei fahndet nach dem Pärchen.

So sollen die Tatverdächtigen aussehen.

Personenbeschreibungen:
Die gesuchte Frau: 30-35 Jahre alt, etwa 1,60 m groß, schlank, schwarze Haare, möglicherweise gefärbt. Eines der Opfer meint, einen helleren Haaransatz erkannt zu haben. Die Tatverdächtige sprach gebrochen Französisch, stammt aber vermutlich nicht aus Frankreich, eher aus Osteuropa. Kleidung: dunkle Jacke mit Modelabel „Bench“ im Halsbereich.
Komplize: etwa 30 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, kurze, gelockte, schwarze Haare, dunkler Teint, gepflegter schwarzer Vollbart; Kleidung bei der Tat in Deutschland: ockerfarbene Jeans, helle Herrenjacke in Lederoptik, Schnürschuhe aus beigem, weichem Leder.

Auto der Täter:
vermutlich älterer weißer Peugeot, eventuell Peugeot 206 Kombi, möglicherweise mit französischen Kennzeichen.

Luftbild der beiden Tatorte in Luxemburg und Deutschland.

Frage nach Zeugen:
Wem ist an den beiden Tatorten etwas aufgefallen? Vermutlich hat die Frau versucht, auch andere Verkehrsteilnehmer anzuhalten.
Tatort 1: Luxemburg, Staatsstraße 144 zwischen Lenningen und Ehnen; Tatzeit: 18. März 2017, kurz nach 5 Uhr morgens.
Tatort 2: Deutschland, B 419, Parkplatz zwischen Wincheringen und Palzem; Tatzeit: 24. April 2017, etwa 6.15 Uhr.


Vorbeugetipps:

  • Auch in der scheinbaren Notsituation eines Anderen: Achten Sie stets auch auf Ihre eigene Sicherheit.
  • Rufen Sie zunächst den Notruf der Polizei an, besonders an unübersichtlichen Stellen oder bei Nacht.
  • Wenn Sie aus Ihrem Fahrzeug aussteigen möchten: Gehen Sie am besten nicht alleine. Bitten Sie – wenn möglich – Beifahrer, andere Autofahrer oder Passanten um Hilfe.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls aus Deutschland führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Trier, Telefon 0651/ 97 79 24 80
Polizei SREC Grevenmacher/Luxemburg, Telefon 00352 / 499 77 500