„Call-ID-Spoofing“ – der Trick mit der modernen Technik

Polizei und Opferhilfsorganisation WEISSER RING warnen vor Anrufen, bei denen sich Kriminelle am Telefon als Staatsanwälte, Richter oder Polizeibeamte ausgeben. Dabei wird mit Hilfe moderner Technik die Rufnummer von tatsächlich existierenden Anwälten, Gerichten und Polizeidienststellen auf dem Display des Angerufenen vorgegaukelt. Diese Betrugsmasche ist zurzeit weit verbreitet. Man nennt sie „Call-ID-Spoofing“ (zu deutsch etwa: Fälschung der Anrufer-Identität).

Ein aktuelles Beispiel: Das Opfer wird von einem vermeintlichen Staatsanwalt angerufen und über bevorstehende Ermittlungen informiert. Der falsche Staatsanwalt rät dem Angerufenen, sich Beistand von einem Rechtsanwalt – in Wahrheit ein Komplize – zu holen, um die Angelegenheit außergerichtlich zu klären. Kurze Zeit später ruft dieser angebliche Rechtsanwalt tatsächlich beim Opfer an und rät, mehrere tausend Euro auf ein bestimmtes Konto einzuzahlen, um so dem vermeintlichen Strafverfahren zu entgehen.

Immer auf Postweg verweisen! 
Wer von vermeintlichen Anwälten oder Amtspersonen angerufen und am Telefon zu Strafzahlungen, Gebühren oder zur Herausgabe sensibler Daten gedrängt wird, sollte sich darauf nicht einlassen. Auch sollte man sich nicht von der auf dem Display angezeigten Telefonnummer beeindrucken lassen, selbst wenn sie sich durch einen Kontrollanruf bestätigen sollte.

  • Generell gilt:
    Auf keinen Fall per Telefon sensible Daten wie Kontonummern, Geldkarten-Kennungen, Adressen preisgeben oder Strafzahlungen zustimmen!
  • Geben Sie gegenüber fremden Anrufern generell keine sensiblen Daten preis!
  • Auch im digitalen Zeitalter: Verweisen Sie immer auf den Postweg! Fordern Sie den Anrufer auf, Ihnen das Problem schwarz auf weiß per Brief mitzuteilen – aber selbstverständlich ohne ihm Ihre Adresse zu verraten.
  • Der Anrufer wird den Briefkontakt unter fadenscheinigen Gründen ablehnen – dann beenden Sie das Gespräch rigoros!