Da kennt die Polizei keinen Spaß: Gardeoffizier kurzerhand entwaffnet

Aachen (dpa/lnw) – Die Entwaffnung eines Gardeoffiziers der Stadtgarde «Oecher Penn» durch die Polizei hat in Aachen Wellen geschlagen. Der junge Karnevalist in Uniform war am Wochenende mit seinem Deko-Gewehr auf dem Weg zur Stadtgarde, als Polizisten sein Gewehr einkassierten. Der Karnevalist hatte nach Einschätzung der Beamten die täuschend echte Nachbildung eines Gewehrs getragen, eine so genannte «Anscheinswaffe». Rechtlich hätten die Kollegen korrekt gehandelt, stellte die Polizei gestern fest.

Solche Waffen dürfen außer bei Brauchtumsveranstaltungen nicht öffentlich getragen werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage sei es «unbedarft», an einem Samstagnachmittag mit einem Gewehr durch die Stadt zu spazieren, heißt es in dem Polizeibericht. Alternativ hätte man den Gardisten samt Gewehr im Streifenwagen zur Garde bringen können, um dort eine Unterweisung zu geben.

Die Stadtgarde will aber ihre Mitglieder jetzt selbst im Umgang mit solchen «Anscheinswaffen» noch mal sensibilisieren, wie die Polizei nach einem kurzfristigen Treffen mit den Karnevalisten mitteilte. Einmütig appellieren Polizei und Stadtgarde an die Jecken: Waffen, die Ängste schüren könnten, haben im Karneval nichts zu suchen.

10.01.2017  wel