Der teure Weg in ein zweifelhaftes Vergnügen

Der „Adult-Check“ ist oft gleich Vertrag
Auf vielen Sex-Seiten wird ein sogenannter „Adult-Check“ angezeigt: Nach der Eingabe Ihres Alters werden Sie aufgefordert, Ihre Kreditkarten-Nummer einzugeben. Vorsicht: Manchmal bestätigen Sie mit der Eingabe gleich Ihre Mitgliedschaft, ohne gesondert darauf hingewiesen zu werden! Das steht nur im Kleingedruckten! Sie haben keine Chance, Ihr Geld wiederzusehen.

Abzocke durch Sexfallen
Im Internet tummeln sich immer mehr Frauen, die Männer dazu animieren, vor laufender Kamera sich selbst zu befriedigen. Was die Angemachten nicht ahnen: Die Kameraaufnahmen werden aufgezeichnet. Später drohen sie dann, diese kompromittierenden Bilder auf anderen Internetplattformen zu veröffentlichen, falls  nicht ein entsprechender Geldbetrag überwiesen wird. Die Polizei warnt davor, sich auf die Erpressung einzulassen und den geforderten Betrag zu zahlen. Sie rät, sich mit dem Betreiber der Seiten (z.B. Facebook oder YouTube) in Verbindung zu setzen. Denn dort ist es meist verboten, Bilder mit sexuellem Inhalt ins Netz zu stellen.

Gefahr „Sexting
Gerade unter Teenagern ist Sexting, das Verschicken von Nacktfotos oder erotischen Aufnahmen via Internet oder Handy, zum Trend geworden. Rund ein Drittel aller deutschen Jugendlichen hat Nacktfotos auf seinem Handy gespeichert. Doch aus dem vermeintlichen Spaß kann schnell bitterer Ernst werden. Wenn die Aufnahmen in die falschen Hände geraten, können sie die Darsteller in ungeahnt  kompromittierende Situationen bringen. Die psychischen Leiden durch das Öffentlichmachen der eigenen Intimität sind gerade bei jungen Menschen unabsehbar.

So surfen Sie in den Knast
Einige Neugierige suchen im Internet gezielt nach Kinderpornographie. Vielleicht weil es sie interessiert, was daran so grausam sein soll. Oder wirklich aus sexuellen Neigungen. Doch schon die Neugier kann der direkte Weg zur Polizei sein. Denn jeder, der im Netz surft, hinterlässt Spuren – auch für die Fahnder.

Kinderporno – kriminell auch für User
Sex ist Privatsache. Das gilt im Internet, solange die Prostitution in Form von Bildern oder „Life Cams“ (virtuelle Peepshows) freiwillig ist. Das ist für den Betrachter nur schwer nachprüfbar. Eindeutig nicht freiwillig: Kinderpornografie.

Kinderpornografie ist in jedem Fall Kindesmissbrauch, weil sich die Opfer nicht wehren können. In einigen Fällen werden sogar Vergewaltigungen von Säuglingen oder Kindern gezeigt. Deshalb ermittelt die Polizei „von Amts wegen“. Und das mit Erfolg. Sonderabteilungen sind den ganzen Tag online und gehen sozusagen “ auf Streife“ im Internet.

Kinderpornografie ist strafbar!
Strafbar macht sich nicht nur derjenige, der Kinderpornografie anbietet. Auch der, der sie konsumiert und auf seinen Rechner herunterlädt, muss mit einem mehr oder weniger langen Gefängnisaufenthalt rechnen. Glauben Sie nicht, dass Sie im Internet anonym bleiben: Jeder Nutzer hinterlässt Spuren bei Servern und Providern!

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