Ersteigerten Betrüger das Kago-Schloss? Staatsanwaltschaft ermittelt

Schloss von Karl-Heinz Kago

Nürnberg/Postbauer-Heng (dpa) – Die Staatsanwaltschaft Nürnberg hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Käufer des sogenannten Kago-Schlosses nahe Nürnberg eingeleitet. Es geht um den Verdacht des versuchten Betrugs.

Eine Immobiliengesellschaft aus München hatte die Villa mit großem Park Ende August für fünf Millionen Euro ersteigert. Bis auf eine Sicherheitsleistung von 500.000 Euro hat der Käufer bis jetzt jedoch nach Angaben eines Gerichtssprechers nichts bezahlt. Das Anwesen in Postbauer-Heng in der Oberpfalz gehörte einst dem früheren Kaminofenbauer Karl-Heinz Kago.

Forderung: 2 Millionen Euro
Nun könnte das Schloss erneut zwangsversteigert werden. Eine Gläubigerbank hat nach Angaben des Gerichtssprechers beim Amtsgericht Nürnberg einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Bank habe Forderungen in Höhe von zwei Millionen Euro gegen den Käufer. Das Verfahren laufe nun, eine Zwangsversteigerung könne nur noch verhindert werden, wenn die Immobiliengesellschaft die restlichen 4,5 Millionen Euro bezahlt.

Falls das Anwesen erneut unter den Hammer kommt, wäre es bereits der dritte Versteigerungstermin. Die herrschaftliche Villa war einst Residenz von Kago, dessen Ofenbaufirma im Jahr 2010 Insolvenz anmelden musste. Der Verkehrswert des Anwesens war bei der Auktion im August mit zehn Millionen Euro angegeben worden.

Archivfoto:  Armin Weigel / dpa

11.01.2017  wel