Fremdenfeindlichkeit oder Revierkämpfe? 30 Jugendliche prügeln sich in Rostock

Rostock (dpa) – Die Polizei hat gestern Abend in Rostock eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen beendet. Daran waren nach ersten Ermittlungen insgesamt etwa 30 Jugendliche beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin heute. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Jugendliche verletzt. Nach Angaben der Polizei bestand die größere Gruppe aus überwiegend deutschen jungen Männern, die andere Gruppe aus Zuwanderern mehrerer Nationen. Einige Beteiligte seien kurz nach Eintreffen der Polizei geflüchtet.

Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts des Landfriedensbruchs. Derzeit sei noch unklar, ob es einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt oder ob es sich um sogenannte Revierstreitigkeiten handeln könnte. Passanten hatten die Polizei alarmiert.

In Rostock kommt es seit einigen Wochen zu ähnlichen Auseinandersetzungen wie am Schweriner Marienplatz, der deshalb ab April videoüberwacht werden soll. Der Tatort, der Doberaner Platz, liegt sehr zentral, ähnlich wie der Marienplatz in Schwerin. Alkohol habe in dem Fall nach bisherigen Erkenntnissen keine Rolle gespielt.

17.02.2017  wel