Ein positives Leitbild für die Bürger
XY-Moderator Rudi Cerne traf sich in Berlin mit dem Schirmherrn der diesjährigen Aktion „Der XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen“, Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich. In dem Gespräch wurde deutlich: Der Politiker steht nicht nur von Amts wegen hinter dem XY-Preis. Die Förderung der Zivilcourage im Kampf gegen Kriminalität ist ihm ein besonderes menschliches Anliegen.
Herr Minister, im September werden Sie wieder den „XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen“ verleihen. Warum ist dieser Preis so wichtig?
Für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, das ist die wichtigste Aufgabe des Staates. Und ich denke, unsere Polizei macht da wirklich eine gute Arbeit, manchmal auch eine sehr aufreibende Arbeit. Was wichtig ist: Unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten brauchen auch die Unterstützung der Bevölkerung, weil Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Und weil wir alle dafür sorgen müssen, dass eingegriffen wird - da, wo Gefahr für Bürger entsteht.
Dieser Preis hat ja inzwischen schon eine große Tradition – zum elften Mal wird er verliehen. Was kann dieser Preis bewirken?
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir einfach in die Gesellschaft hinein ein positives Leitbild und den Bürgern Vorbilder geben. 47 Ausgezeichnete in all diesen Jahren - das sind 47 Gesichter, die für Mut stehen, in einer schwierigen Lage einzugreifen oder in einer Alltagslage auch etwas ganz Besonderes zu leisten. Ich glaube, dass es Vorbilder sind, die auch gewürdigt werden müssen.
Es gibt, das muss man auch sagen, mitunter auch kritische Anmerkungen von Zuschauern, die sagen: „Ermutigt dieser Preis nicht auch die Leute, sich in Gefahr zu bringen?“
Das ist ein wichtiger Punkt. Wir wollen die Leute aufrufen, mutig, aber nicht leichtsinnig zu sein. Das heißt: Ich glaube, dass es gut ist, wenn jeder auch solche Situationen mal durchdenkt, um selber auch die Trennlinie zu finden zwischen dem Selbst-Eingreifen und dem ‚Andere einfach ansprechen‘, Passanten zu sagen „Greift doch mit ein!“ oder die Polizei zu alarmieren. Das reicht in vielen Fällen schon aus.
Herr Minister, ich danke für das Gespräch.
Gerne.
11.04.2012 wel
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