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"XY"-Sendung vom 4. Juli 2012

Eingewickelt und verschnürt - Wie kam das Mordopfer nach Belgien?

(XY vom 4. Juli 2012) 
Im Keller eines unbewohnten Hauses in Antwerpen findet ein Obdachloser am 5. Dezember 2010 die Leiche eines Mannes - in ein Tuch gewickelt und mit Stromkabeln verschnürt. Der Zustand der Leiche lässt nur einen Schluss zu: Sie lag bereits Monate, wenn nicht sogar Jahre dort.

Der Mann ist mit einem Jagdgewehr erschossen worden. Tatort: ein Zimmer im ersten Stock. Hier findet die Polizei später Kugeleinschläge und Blutspuren. In dem Gebäude befand sich früher eine Bar. Es stand aber in den letzten Jahren leer und wurde gelegentlich von Obdachlosen und Drogensüchtigen bewohnt.

Spuren nach Deutschland
Mehrere Indizien sprechen dafür, dass der Mann einen Bezug nach Deutschland  hatte: Er trug eine schwarze Jacke von Yves Saint Laurent, ein helles  Hemd der Marke "Laack" und eine schwarze Hose der Marke "Paolo Nagrato Luhomo". Hemd und Hose sind deutsche Produkte.

Die Ermittlungen der Polizei haben außerdem ergeben, dass es sich bei dem Toten möglicherweise um einen Hehler aus Düsseldorf handelt, der Verbindungen zu einer Bande aus dem ehemaligen Jugoslawien gehabt haben könnte. Ferner soll er einen Wagen mit deutschen Kennzeichen gefahren haben.

Eine Isotopen-Untersuchung ergab, dass er sowohl die ersten als auch die letzten zehn Jahre seines Lebens in einer Gegend mit saurem Magmagestein gelebt haben muss. Solches Gestein gibt es unter anderem im Schwarzwald und im Südosten Deutschlands.

Personenbeschreibung:
Zum Zeitpunkt seines Todes war der Mann 40 bis 47 Jahre alt, ca. 1,70 m groß und hatte eine sportliche Statur.

Zuständig: Polizei Brüssel, Telefon 0032 / 26 / 42 78 09