Verurteilter Menschenhändler aus Gifhorn in Russland verhaftet
Gifhorn (ddp-nrd). Ein rechtskräftig verurteilter Menschenhändler aus Gifhorn ist von Zielfahndern der Polizei in Russland verhaftet worden. Wie die Gifhorner Polizei heute mitteilte, konnte der 54-jährige Mann in der vergangenen Woche aus der russischen Auslieferungshaft nach Deutschland überstellt werden, wo er nun seine Haftstrafe absitzt.
Der Mann war 2008 vom Hildesheimer Landgericht wegen
Menschenhandels zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Gifhorner, der gebürtig aus Kasachstan stammt, hatte wiederholt osteuropäische Frauen nach Gifhorn gelockt und sie dort zur Prostitution gezwungen.
Gegen das Hildesheimer Urteil legte der Mann Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ein und blieb damit zunächst auf freiem Fuß. Da der BGH die Revision jedoch verwarf, wurde das Urteil im August 2008 rechtskräftig. Der 54-Jährige setzte sich nach Kasachstan ab, bevor er seine Ladung zum Strafantritt erhielt.
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim veranlasste daraufhin weitere Fahndungsmaßnahmen, die im Juli zum Erfolg führten. Als der Gifhorner nach Russland reiste, um dort seinen «Geschäften» nachzugehen, konnte er von den Zielfahndern im Bezirk Stravropol festgenommen und in
Auslieferungshaft genommen werden.
18.12.2009 SR
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