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Vier mutmaßliche Drogendealer in Königs Wusterhausen festgenommen

Königs Wusterhausen (ddp-lbg). Vier mutmaßliche Drogenhändler sind
gestern in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) festgenommen
worden. Mehrere der 25 bis 39 Jahre alten Tatverdächtigen gehörten
einer Gruppierung an, die ähnlich wie ein Rockerclub organisiert war,
wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Gegen diese Gruppe werde
bereits seit Sommer 2008 wegen des Verdachts des bandenmäßigen
Handels mit Rauschgift ermittelt. Zwei der Männer waren während einer
Drogenübergabe festgenommen worden.

  Zudem seien 15 Wohnungen, Firmen und sonstige Objekte durchsucht
worden. Dabei sei eine «erhebliche Menge kokainverdächtige
Substanzen» und szenetypische Utensilien wie Feinwagen, Streckmittel
und Verpackungsmaterial sichergestellt worden. Außerdem fanden die
Ermittler über 9000 Euro Bargeld, zwei Schreckschusswaffen und eine
Vielzahl Anabolika.

  Laut LKA handelt es sich um eine Gruppierung aus der
«Türsteherszene im Bereich Königs Wusterhausen». Wie ein Rockerclub
sei sie stark hierarchisch organisiert und nenne sich selbst «76».
Die Zahlen stünden dabei für die Buchstaben G und F des Alphabets.
Dies wiederum gelte als Abkürzung für «Good Fellas» und beziehe sich
auf einen gleichnamigen Roman über die Mafia im Osten von New York.
Sie sollen vor allem mit Kokain und Anabolika gehandelt haben.

An dem Einsatz waren rund 100 Polizisten beteiligt. Die
Tatverdächtigen sollten heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

13.03.2010 SR