Schrottimmobilien verkauft - fünf Jahre Haft
Berlin (dapd). Nach dubiosen Geschäften mit wertlosen Immobilien ist ein 30-jähriger Immobilienmakler wegen bandenmäßigen Betrugs und Untreue zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Acht seiner Mitarbeiter erhielten Strafen von zwei Jahren auf Bewährung bis dreieinhalb Jahre Haft. Das Landgericht Berlin stellte fest, dass das Geschäft "auf Betrug angelegt" und "alles mit Lügen erkauft" worden war.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten im Jahr 2008 an zehn Ehepaare völlig überteuerte Immobilien vermittelt hatten, um Provisionen von bis zu 30 Prozent des Kaufpreises zu kassieren. Dabei seien den "unerfahrenen Käufern" die Wohnungen als Steuersparmodell angeboten und ihnen "völlig unrealistische Angaben" zu Mieterträgen oder Eigenanteil gemacht worden, hieß es im Urteil. Zudem war ihnen die Höhe der Provision verschwiegen worden. Der Richter gab den eigentlichen Schaden mit 500.000 Euro an.
14.06.2012 dv
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