Neue Spur im Fall Tristan? - Polizei veröffentlicht Phantombild
Elf Jahre nach dem grausamen Mord an dem 13-jährigen Tristan gibt es jetzt ein Phantombild. Die Frankfurter Mordkommission sucht den Mann, der den Jungen am 26. März 1998 im Tunnel des Liederbachs in Frankfurt-Höchst bestialisch ermordet und verstümmelt hat.
Rund 360 Aktenordner haben die Ermittler der "Soko Tristan" mittlerweile angefüllt: Tausende von Hinweisen, etliche Spuren und eine Vielzahl von Ansätzen. Nach der XY-Sendung am 2. April 2008 meldeten sich viele Zuschauer. Mit den rund hundert Hinweisen konnten aktuelle Personenbeschreibungen mit bereits bekannten Informationen abgeglichen werden. Ende 2008 entstant ein Phantombild. Jetzt wurde es von Kripo und Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main freigegeben.
Personenbeschreibung:
Der Gesuchte war damals zwischen 20 und 30 Jahre alt, ca. 1,75 Meter groß und sehr schlank. Im Bereich der Oberlippe hat er eine Narbe, möglicherweise eine so genannte Hasenscharte. Die Gesichtsfarbe ist blass. Er soll dunkelblonde, fettige, längere Haare gehabt haben, die als Pferdeschwanz zusammengebunden waren. Insgesamt wurde der Mann als "ungepflegte Erscheinung" beschrieben.
Der Mann könnte sich zur Tatzeit in den Stadtteilen Unterliederbach, Zeilsheim und Höchst, insbesondere um und am Bahnhof Höchst, einschließlich in den angrenzenden Main-Taunus-Gemeinden und sogar im Bereich Niedernhausen (damals Rucksackfund) regelmäßig aufgehalten haben. Er muss aber nicht dort gewohnt haben.
Belohnung: Für Hinweise, die zur Klärung des Falls führen, hat die Polizei eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt. Weitere 5.000 Euro Belohnung kommen aus privater Hand.
Zuständig: Kripo Frankfurt/Main, Telefon (069) 75 55 11 08
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