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Fahndungen

"All Geld!" - Bankräuber mit seltsamer Ausdrucksweise

(XY vom 11. April 2012)
Eppelborn ist eine Gemeinde in der Nähe von Saarbrücken mit etwa 17.000 Einwohnern. Im Ortsteil Wiesbach gibt es seit jeher eine Bankfiliale, die in den Jahren 2009 und 2011 von einem Räuber heimgesucht wird. Der Täter verwendet während der beiden Überfälle eine seltsame Sprache - will er etwa einen ausländischen Akzent vortäuschen?

Freitag, 13. März 2009, kurz vor 12 Uhr mittags in der kleinen Bankfiliale in Eppelborn-Wiesbach. Ein Kunde möchte am Geldautomaten Geld abheben. Plötzlich tritt ein maskierter Mann hinter ihn und bedroht ihn mit einer Pistole. Es kommt zum Gerangel. Doch schließlich muss der Kunde klein beigeben. Der Unbekannte führt ihn in den Schalterraum und zwingt eine Angestellte, sämtliche Bargeldbestände auszuhändigen.

Verschleierungstaktik?
Während der Tat fällt vor allem eines auf: die außergewöhnliche Sprache des Mannes. Er spricht in kurzen, abgehackten Sätzen, vermeidet Verben und will wohl einen ausländischen Akzent vortäuschen. Nach nur 90 Sekunden ist die Tat vorbei. Der Räuber flüchtet mit mehreren Zehntausend Euro. Die gesamte Tat wurde von Überwachungskameras gefilmt. Allerdings sind die Aufnahmen so schlecht, dass sie von der Polizei kaum ausgewertet werden können.

Doch es gibt Hoffnung: Mehrere Zeugen wollen das Fluchtauto des Täters ganz in der Nähe der Bank gesehen haben: einen alten Mazda 323 mit verblasstem, rotem Lack. Das Kennzeichen könnte "SB - J?? 8" gewesen sein. Die Polizei überprüft etliche Mazda-Fahrer - doch die Ermittlungen geraten schließlich ins Stocken.

Zweiter Überfall 
Die Bankfiliale wird unterdessen - als Reaktion auf den Überfall - aufgerüstet. Doch die neue Technik kann einen weiteren Überfall nicht verhindern. Am Mittwoch, 7. September 2011, kurz vor 12 Uhr betritt erneut ein maskierter Mann die Bank. Wieder ist es ein Kunde am Geldautomat, den der Räuber als Geisel nimmt. So verschafft er sich  Zutritt zum Schalterraum. Auch bei diesem Überfall werden mehrere Zehntausend Euro erbeutet. Die Polizei glaubt, dass beide Überfälle von ein und demselben Mann begangen wurden.

Ein Zeuge sieht den Täter auf der Flucht: Er soll nur 200 Meter vom Tatort entfernt in einen silberfarbenen Kleinwagen - einen Peugeot mit deutschen Kennzeichen - gestiegen sein.

Täterbeschreibung:
etwa 40 Jahre alt,1,65 bis1,80 Meter groß, dunkle Augen, dunkle Haare, eventuell Drei-Tage-Bart.
Bei der ersten Tat soll der Täter eine dunkle Strickmütze, einen dunklen Schal, Jeans, dunkle Straßenschuhe und eine dunkle, knielange Windjacke mit Stehkragen getragen haben.
Die Kleidung bei der 2. Tat: dunkler Stoffhut, dunkler Schal, Jeans, helle Schuhe, dunkle, knielange Windjacke.

Der Mann, der nach der zweiten Tat am Steuer des Fluchtwagens gesessen haben soll: etwa 35 bis 40 Jahre alt, dunklere, etwas längere Haare.

Mögliche Fluchtfahrzeuge:
- Bei der Tat im März 2009: älterer Mazda 323 mit auffallend verblasstem, rotem Lack, weißen, etwa 5 Zentimeter breiten Zierstreifen an der Seite und dem Kennzeichen: SB-J?? 8.
- Bei der Tat im September 2011: silberfarbener Kleinwagen  Peugeot mit deutschen Kennzeichen.

Fragen nach Zeugen:
- Wer kennt den Mann auf den Bildern der Überwachungskameras?
- Wer weiß etwas über die Fahrzeuge, die der Täter eventuell zur Flucht verwendet hat?
- Wer kann etwas zu dem gestohlenen Nummernschild "NK-KE 58" sagen, das vermutlich in der Zeit vom 12. März 2009 bis mindestens 7. September 2011 im Besitz des Gesuchten war?
- Wer hat Beobachtungen gemacht, die mit den Taten in Verbindung stehen könnte?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, sind Belohnungen von insgesamt 6000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: LKA Saarland, Tel: 0681 / 96 20