Bluttat im Geschenkeladen - Hatte der Täter einen Komplizen?
(XY vom 4. Juli 2012)
Ein Räuber bedroht die 77-jährige Aushilfe eines kleinen Ladens mit einer Waffe. Doch als sich die Seniorin unbeeindruckt zeigt und dem Täter Paroli bietet, eskaliert die Situation.
Freitag, 7. Oktober 2011, kurz vor Ladenschluss. Gegen 17 Uhr betritt ein Unbekannter den kleinen Geschenkartikelladen in der Zittauer Innenstadt. Er bedroht die allein anwesende Aushilfe mit einer Schreckschusspistole. Die 77-Jährige lässt sich nicht einschüchtern und versucht, den Täter mit lauter Stimme zu vertreiben. Dann geht sie in den hinteren Teil des Ladens, ohne dem Mann weiter Beachtung zu schenken.
Angriff
Der Täter folgt ihr. Im Hinterzimmer stürzt sie und wird vom Täter mit dem Griff der Waffe so brutal geschlagen, dass der Magazinboden abbricht. Die Frau wird ohnmächtig. Als sie kurze Zeit später wieder zu sich kommt, sieht sie den Täter an der Kasse im Verkaufsraum. Nach ihren Beobachtungen ruft er einem möglichen Komplizen draußen etwas zu. Dann flieht er.
Fast zeitgleich - nur 150 Meter entfernt: In einem Weinlokal wird ein Diebstahl begangen. Ein unbekannter Mann stiehlt eine Kellnerbörse hinter dem Tresen. Einiges spricht dafür, dass es sich um den Komplizen des Räubers handelt.
Täterbeschreibung:
Der Räuber wird folgendermaßen beschrieben: 30 bis 40 Jahre alt, 1,80 bis1,85 m groß, schlank, gepflegte Erscheinung, Kurzhaarfrisur, osteuropäische Sprache.
Kleidung: Jeansjacke, Jeanshose, Kapuzenshirt und eventuell Umhängetasche. Bewaffnet war er mit einer Schreckschusspistole mit silberfarbenem Lauf, vermutlich Marke "EKOL Firat", Kal. 9 mm.
Tatort:
Ermittlungsfrage
- Wer kennt den Mann auf dem Phantombild?
- Wer hat am frühen Abend des 7. Oktober 2011 Beobachtungen gemacht, die mit den Taten in Verbindung stehen könnten?
Die beiden Tatorte liegen nur 150 Meter voneinander entfernt am Johannisplatz in Zittau, direkt an der Johanniskirche.
Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Oberlausitz-Niederschlesien, Tel: 03581 / 46 82 24
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