Job als «Finanzagent»: Geldwäsche

Wiesbaden (ddp). Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt Verbraucher vor einer Betätigung als sogenannter «Finanzagent». Bei «Finanzagenten» handele es sich um Personen, die dazu angeworben werden, ihr Privatkonto für Finanztransaktionen zur Verfügung zu stellen. Dafür werde ihnen in der Regel eine Provision versprochen, teilt das BKA in Wiesbaden mit. Damit können diese sich der Geldwäsche schuldig machen.

In zunehmend professioneller gestalteten Anwerbe-E-Mails werden zum Beispiel «Partner» gesucht, die für eine «weltweit operierende Firma mit tadellosem Ruf» helfen könnten, «Bezahlungen schneller zu bekommen». Als «leistungsorientiertes Gehalt» werden zumeist fünf bis acht Prozent der zu transferierenden Geldsummen angeboten.

Immer wieder lassen sich Internet-Nutzer von der hohen Provision verlocken. Dabei verdrängen sie, dass «Finanzagenten» sich strafbar machen. Sie werden von Strafverfolgungsbehörden zunehmend wegen Geldwäsche belangt. Im Fall einer Verurteilung liegt das Strafmaß zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Zudem kommen in der Regel noch empfindliche Geldbußen hinzu.

03.09.2008 Ta