Mann steht wegen Mord an Schornsteinfeger vor Gericht

Bielefeld/Petershagen (ddp). Ein 54 Jahre alter Mann muss sich ab
heute vor dem Landgericht Bielefeld wegen Mordes an einem
Schornsteinfegermeister verantworten. Die Strafkammer prüft, ob der
Angeklagte dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung
untergebracht werden muss.

  Der 42-jährige Schornsteinfeger war am 7. Juli von dem Angeklagten
mit einem Beil erschlagen worden, als er die Heizungsanlage des
Angeklagten überprüfte. In seiner Vernehmung gab der Mann zunächst
an, er habe sich mit dem Opfer über den Zustand der Heizungsanlage
gestritten. Allerdings waren diese Aussagen nach Angaben der
Staatsanwaltschaft nicht schlüssig und wirr.

  Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte von der
wahnhaften Idee getrieben wurde, das Opfer sei ein Sendbote der
Verschwörung. Eine Stimme soll ihm befohlen haben, den
Schornsteinfeger zu töten. Der Angeklagte sei demnach schuldunfähig
und soll in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

07.01.2010 SR