Eduard Zimmermann und Peter Hohl Ende der 60er Jahre.

Seine Hobbys: Bridge und Bananen – Wiedersehen mit Peter Hohl

Ismaning (wel). Eine XY-Legende zu Besuch bei den Fernsehfahndern von heute: Peter Hohl (74), erster Redakteur und Mitbegründer von „Aktenzeichen XY… ungelöst“ an der Seite von Eduard Zimmermann, besuchte die heutige XY-Redaktion in Ismaning bei München. Eduard Zimmermann, Ende der 60er Jahre mit dem Vorbeuge-Dauerbrenner „Vorsicht, Falle! – Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ auf dem ZDF-Bildschirm, warb Hohl damals vom Südwestfunk ab.

Für „XY“ abgeworben
Beim SWF-Hörfunk war Peter Hohl unter anderem für eine Mittagssendung zuständig.  Mit Zimmermanns Hilfe produzierte er für das Magazin auch kleine Spots zur Verbrechensvorbeugung. Zu dieser Zeit trug sich Zimmermann mit zukunftsträchtigen Gedanken: Zu Vorbeugung gehört auch Fahndung! Er holte sich Hohl an seine Seite und konzipierte mit ihm die „XY“-Sendung. Sie wurde ein Straßenfeger. 2002 wurde „Vorsicht, Falle!“ eingestellt,  „XY“ läuft heute noch – erfolgreich wie eh und je.

Davon konnte sich Hohl bei seinen jungen Kollegen überzeugen, die gerade die Dezember-Sendung vorbereiteten. Das erst kürzlich modernisierte „XY“ gefällt Hohl, wie er sagt. Natürlich wurde auch viel über die ersten XY-Jahre gesprochen, die Hohl mitgeprägt hat und die die heutigen Redakteure als Kinder allenfalls heimlich gesehen haben. Hohl hat Langzeitspuren in der Redaktion hinterlassen, von denen die heutigen Redakteure immer noch profitieren. Wie sagte Eduard Zimmermann immer: „Was sich bewährt, sollte man nicht ohne Not ändern.“ Und so stößt man zum Beispiel immer wieder auf Textvorlagen, die Redakteur Hohl einst entworfen hat.

Erfolgreicher Verleger
Zehn Jahre blieb Peter Hohl bei Zimmermann. Er war auch in der Sendung zu sehen – als erster Berichterstatter aus dem Aufnahmestudio. Dann stellte er in Ingelheim einen eigenen Verlag auf die Beine, der sich mit Sicherheitsfragen befasste und hierzu Bücher sowie Fachzeitschriften – hauptsächlich für Unternehmen – herausgab. Dazu veranstaltete er später Fachmessen, auf denen namhafte Sicherheitsexperten ihre aktuellen Erkenntnisse propagierten und Tipps gaben.

Vor einigen Jahren gab Hohl den Verlag und die damit verbundenen Aktivitäten in die Hände seiner Kinder ab, die das Unternehmen erfolgreich weiterführen – natürlich mit Papa Hohl als Berater. Im Winter zieht sich Hohl gemeinsam mit seiner Frau auf die Kanaren zurück und frönt dort seinen Hobbys: dem Bridgespiel und dem Bananen-Anbau. Darüber hinaus betreut er von dort aus die Internet-Aktivitäten seines Verlags – so zum Beispiel SecuPedia, „die Plattform für Sicherheits-Informationen“.

Fotos: XY-Archiv, Veronique Schwabeland

03.12.2014  wel
aktualisiert: 29.07.2015  wel