Sieben Festnahmen: Internationale Einbrecherbande dingfest gemacht

Tuttlingen (dpa) – Lohn langwieriger Polizeiarbeit: Einer überregionalen Einbrecherbande, die seit Monaten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und der Schweiz ihr Unwesen trieb, ist das Handwerk gelegt worden. Sieben Personen sind in Haft. Nach Angaben der Polizei sollen sie einen Schaden in hoher sechsstelliger Höhe verursacht haben. Vier von ihnen wohnten in Deutschland, drei hielten sich illegal mit teils falschen Papieren hier auf. Ein Bandenmitglied wurde bereits wegen Einbrüchen per europäischem Haftbefehl gesucht. Gegen zwei war wegen dieser Delikte schon ein Einreiseverbot verhängt worden.

Die Ermittler waren der Bande auf die Spur gekommen, als die damals noch Unbekannten Mitte August versucht hatten, in Südbaden einen Geldautomaten in einem Supermarkt an ein gestohlenes Auto zu hängen und ihn so zu knacken. Nach teils verdeckten Ermittlungen wurden nach einem Einbruch im baden-württembergischen Geislingen an der Steige im Oktober fünf Personen festgenommen. Bei zwei weiteren Verdächtigen klickten Anfang November die Handschellen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Bande vorwiegend im Schwarzwald-Baar-Kreis, im Raum Ulm und Göppingen, im Großraum Koblenz und in der Schweiz agierte. Bei zwei Verdächtigen wurden auch eine scharfe Schusswaffe und 7,5 Kilo Marihuana gefunden. Bei den heimgesuchten Objekten handelte es sich um Firmengebäude, Baumärkte, Bäckereien, Arztpraxen, öffentliche Gebäude, Spielhallen, Nachtclubs sowie Hotels.

11.11.2017  wel