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Tränengas vertreibt Täter

Juwelier gibt nach Überfällen auf

(XY-Sendung vom 16. November 2016)
Ein Juwelier ist bereits zum zweiten Mal ausgeraubt worden. Auf Anraten seines Sohnes rüstet er auf – mit einer Technik, die eigentlich jeden Räuber in die Flucht schlagen soll. Doch es kommt anders.

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Frühjahr 2015: Der Inhaber eines kleinen Juweliergeschäfts in Berlin-Charlottenburg weiß sich nach einem erneuten Verbrechen kaum mehr zu helfen. Doch sein Sohn hat eine Idee: Außer einer Überwachungskamera lassen sie noch eine Reizgasanlage installieren, die Räuber vertreiben soll.

Die Täter zerschlagen die Vitrinen (l.) und verstauen die Beute in einer auffälligen Tasche (r.) (Überwachungsfotos).

Der eine Täter zerschlägt die Vitrinen (l.) und verstaut die Beute in einer auffälligen Tasche (r.).

Trotz Tränengas: Täter machen Beute
Am Freitag, dem 4. Dezember 2015 kommt es tatsächlich zum nächsten Überfall. Um 17.34 Uhr klingelt ein Mann mit Hut an der Tür des Ladens. Der Inhaber ist unsicher, hält den Mann aber dann für einen Kunden und öffnet ihm per Knopfdruck. Sofort zieht der Täter eine Pistole und bedroht den Juwelier. Währenddessen schnellt hinter ihm noch ein zweiter maskierter Mann ins Geschäft. Mit einem Hammer zerschlägt er mehrere Vitrinen und nimmt den Schmuck heraus.

Während des Überfalls fällt dem Täter mit dem Hut für einen kurzen Moment die Pistole aus der Hand. Zeit genug für das Opfer, die Reizgasanlage auszulösen. Tatsächlich suchen die Täter so schnell wie möglich das Weite. Doch sie nehmen Schmuck im Wert von rund 20.000 Euro mit.

Der Tatort in Berlin-Charlottenburg.

Der Tatort in Berlin-Charlottenburg.

Überfall dauert 37 Sekunden
Der gesamte Überfall dauert gerade mal 37 Sekunden. Auf ihrer Flucht vom Tatort in  der Wilmersdorfer Straße über die Niebuhrstraße werden die beiden Männer von mehreren Zeugen gesehen. Dann verliert sich ihre Spur. Der neuerliche Überfall setzt dem Juwelier so sehr zu, dass er schweren Herzens sein Geschäft aufgibt.

Der Täter schaut sich die Auslagen des Juweliers an (Überwachungsfoto).

Der Täter schaut sich die Auslagen des Juweliers an (Überwachungsfoto).

Täterbeschreibungen:
Haupttäter: etwa 30 Jahre alt; Kleidung: helles Hemd, dunkle Jacke, dunkle Hose, dunkle Schuhe mit heller Umrandung an der Sohle, vermutlich grauer Hut mit schwarzer Umrandung,  Handschuhe. Er bedrohte das Opfer mit einer dunklen Schusswaffe.
Sein Komplize: maskiert und etwas kleiner; Kleidung: dunkle Jacke mit Kapuze, dunkles Tuch oder Schal vor dem Mund, graue Hose, möglicherweise Jogginghose, dunkle Schuhe mit heller Umrandung an der Sohle – vermutlich „Nike“, Handschuhe, hatte helle oder silberfarbene Sporttasche mit dunklem Gurt dabei.

 Zuständig: Kripo Berlin, Telefon: 030 / 4664 27 10 10