Überfall auf Juwelier

Fahndung nach fünf Tätern

(XY-Sendung vom 28. März 2018)
Mitte März 2018 kommt es in Aschaffenburg zu einem Überfall auf einen Juwelier, der Aufsehen erregt. Mehrere Passanten werden Zeugen der Tat. Einige filmen sogar die fünf Täter mit ihren Handys. Jetzt hofft die Polizei, mithilfe dieser Aufnahmen und der Bilder aus der Überwachungskamera des Geschäfts die unbekannten Männer zu schnappen.

Bild aus der Überwachungskamera des Juweliers

Am Montag, 12. März 2018, um 10.28 Uhr halten sich in einem Juweliergeschäft in der Aschaffenburger Innenstadt fünf Angestellte und zwei Kunden auf. Plötzlich klingelt ein unbekannter Mann an der Eingangstür des Ladens. Eine Verkäuferin öffnet ihm. Doch als die junge Frau die Tür wieder schließen will, drängt sich ein weiterer Mann mit Gewalt in den Verkaufsraum. Die Angestellte wird dabei verletzt – zusätzlich setzen die Täter Pfefferspray ein.

Quintett auf Raubzug
Drei weitere Komplizen stürmen daraufhin den Laden. Während des Überfalls gehen die Männer arbeitsteilig vor. Während ein Täter den Überfall zu koordinieren scheint, hält sein Komplize die Angestellten und Kunden im Laden mit einem Messer und einer Pistole in Schach. Zwei weitere Männer räumen die Auslagen leer, während ein fünfter Täter vorbeikommende Passanten auf der Straße mit Pfefferspray vertreibt.

Auf diesem Foto sind drei der Gesuchten zu sehen.

Als die Räuber nach 90 Sekunden die Flucht ergreifen, geben sie noch einen Schuss in Richtung der Zeugen in Tatort-Nähe ab. Zum Glück wird niemand verletzt. Zunächst flüchten die Männer zu Fuß, danach setzen sie ihre Flucht mit Fahrrädern fort, die sie unweit des Tatorts abgestellt haben. Dabei verlieren sie mehrere Gegenstände, so dass der Fluchtweg heute teilweise nachvollziehbar ist.

Umfangreiches Fahndungsmaterial
Das Außergewöhnliche in diesem Fall: Aufgrund der vielen Zeugen stehen der Polizei nicht nur die Bilder der Überwachungskamera des Juweliergeschäfts zur Verfügung. Zusätzlich filmten mehrere Personen die Tat mit ihren Handys. Die Kripo hofft, mit Hilfe dieser zahlreichen Aufnahmen die Täter bald ermitteln zu können.

Täterbeschreibungen:
Die Polizei glaubt, dass alle fünf Männer einer osteuropäischen Tätergruppierung angehören könnten:

  • Der Mann, der als erster das Juweliergeschäft betreten hat und den Überfall zu koordinieren schien: Mitte 30, 1,85 bis 1,90 m groß, dunkle Haare mit Seitenscheitel, beigefarbener Trenchcoat, Schal, weiße Hose, weiße Schuhe, gelbe Sonnenbrille;
  • zweiter Täter: Mitte 20, grüne Mütze, weiße Jacke mit grau gemusterten Ärmeln, hellblaue Jogginghose, auffällig blaue Turnschuhe;
  • dritter Täter: graue Jeans, grauer Kapuzen-Pullover, graue Mütze, schwarze Umhängetasche.
  • vierter Täter: beigefarbene Jeans, hellgraue Windjacke mit Kapuze, ockerfarbene Mütze und ebenfalls schwarze Umhängetasche;
  • fünfter Täter, der die Passanten vor der  Ladentür in Schach hielt: dunkle Hose, hellgrauer Kapuzen-Pullover, dunkelgraue Steppweste, dunkle Schirmmütze, schwarze „Nike“-Sportschuhe.

    Die Kripo Aschaffenburg sucht nach diesen fünf Verdächtigen.

Waffen:

  • Softair-Waffe
  • Revolver
  • Pfefferspray
  • längeres, feststehendes Messer

Beschreibung des Fluchtwegs:
Vom Juweliergeschäft in der Herstallstraße im Zentrum Aschaffenburgs flüchteten die Täter über die Bader-, Sand- und Erbsengasse, Wermbachstraße (in Richtung Altstadtfriedhof, Bereich hinter dem Löhergrabenparkhaus) bis ins Fischerviertel mit der Fischer- und Maingasse und anschließend dem Mainradweg entlang bis zur Mainufer-Promenade „Perth Inch“.
Die Täter legten die Strecke teilweise mit Fahrrädern zurück.


Fragen nach Zeugen:

  • Wer erkennt die Männer auf den Fotos?
  • Wer weiß etwas über den weiteren Fluchtweg der Täter? Wer hat beobachtet, wie sie in einen Pkw gestiegen sind?
  • Wer kann sonstige Hinweise geben, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Aschaffenburg, Tel: 06021 / 857 17 68