Zwölfjähriges Mädchen angeschossen – Mit «scharfen» Pistolen herumgeballert

Salzgitter (dpa) – Ein zwölfjähriges Mädchen ist in der Silvesternacht in Salzgitter angeschossen und schwer verletzt worden. Das Kind schwebt aber nicht in Lebensgefahr, teilt die Polizei mit. Wegen eines versuchten Tötungsdelikts wird gegen einen 68-jährigen Mann ermittelt. «Ob es ein Unfall war oder vorsätzlich, können wir im Moment nicht sagen», erklärt Polizeisprecher Matthias Pintak. «Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen.»

Das Mädchen wurde um Mitternacht auf dem Gehweg vor dem Haus ihrer Eltern von einer Kugel im Oberkörper getroffen. Ärzte mussten sie im Krankenhaus notoperieren und informierten die Polizei. Noch in der Nacht befragten Ermittler Zeugen und nahmen daraufhin drei Verdächtige vorläufig fest. Zwei von ihnen wurden wenig später wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich der Tatverdacht gegen sie nicht erhärtet hat. Nach einem Zeitungsbericht hatten in der Silvesternacht mehrere Männer mit Handfeuerwaffen in der Reihenhaussiedlung um sich geschossen.

Die Straße rund um den Tatort war am Montag noch mit Flatterband abgesperrt. Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen suchten dort nach Spuren. Am Tatort stellten sie mehrere Patronenhülsen sicher. In einer Hauswand befanden sich Einschusslöcher. Die Polizei vernahm Zeugen und Tatverdächtige. «Es ist noch unklar, ob die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragen wird», so Pintak.

01.01.2018  wel
aktualisiert: 02.01.2018  wel