Absichtlich auf Polizist zugerast – Schüsse auf die Reifen

Berlin (dpa) – Ein Berliner Polizist hat sich bei einer Verkehrskontrolle nur durch einen Sprung vor einem auf ihn zurasenden Auto in Sicherheit bringen können. Dabei fielen auch Schüsse. Der Wagen war Beamten einer Einsatzhundertschaft in der vergangenen Nacht aufgefallen, weil er in Berlin-Moabit nicht schräg zum Bürgersteig, sondern im 90-Grad-Winkel auf der Fahrbahn stand.

Die Polizisten fragten daraufhin die beiden im Auto sitzenden Männer nach ihren Personalien. Als sie anschließend das Fahrzeug durchsuchen wollten, baten dessen Insassen darum, vorher mit ihren Anwälten zu sprechen. Plötzlich soll der 37-jährige Fahrer den Motor gestartet haben und auf einen vor dem Wagen stehenden Polizisten zugefahren sein.

Sofortfahndung erfolglos 
Der Beamte sprang zur Seite. Dann schoss er zwei Mal aus kurzer Distanz auf den Vorderreifen des Autos. Dies konnte die davonbrausenden Männer aber offensichtlich nicht aufhalten. Sie entkamen. Der Polizist blieb unverletzt. Die Suche nach dem Fahrzeug verlief bisher erfolglos.

Erst kurz vor Weihnachten war ein Polizeibeamter bei einer Verkehrskontrolle in Neukölln angefahren worden (e110 berichtete). Mit einem Kollegen wollte er einen in zweiter Reihe parkenden Autofahrer überprüfen, als dieser unvermittelt Gas gab und einen der beiden Beamten anfuhr.

30.12.18  wel