Angriffe gegen Obdachlose: Zelte in Flammen und Messerstich in der Brust

Berlin/Mönchengladbach (dpa) – Unbekannte haben ein Obdachlosencamp in einer Unterführung am Berliner Ostbahnhof in Brand gesteckt. Verletzt wurde niemand. Den fünf zum Teil schon schlafenden 24 bis 52 Jahre alten Bewohnern des Zelt-Camps in Berlin-Friedrichshain war es am Sonntagabend gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Laut Feuerwehr stand eine Fläche von etwa 20 Quadratmetern in Flammen. Ein Teil des Camps brannte vollständig ab. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und Brandstiftung.

In Mönchengladbach hat ein Unbekannter einem schlafenden Obdachlosen in die Brust gestochen. Der 51-Jährige war am Sonntag wegen starker Schmerzen aufgewacht und hatte eine blutende Wunde in seiner Brust bemerkt. Der 51-Jährige hatte zusammen mit zwei weiteren Wohnungslosen in einem Hauseingang gegenüber einem Einkaufszentrum im Zentrum von Mönchengladbach übernachtet. Der Mann wurde in einem Krankenhaus aufgenommen und ist inzwischen außer Lebensgefahr. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

12.10.21 wel