Auf der Flucht

Kripo sucht zwei Ausbrecher

(XY-Sendung vom 13. November 2019)
In der Nacht zum 23. September 2019 rufen zwei Insassen des Bezirksklinikums Günzburg die diensthabende Pflegekraft zu einer so genannten Medikamentenschleuse. Es ist nur ein Vorwand – die beiden Männer planen einen Ausbruch.

Alexander Günter ist wegen Raubüberfällen verurteilt und inhaftiert, sein Komplize Ruslan-Oleksandr Tsopa wegen Bandendiebstahls. Da beide suchtkrank sind, werden sie in der Klinik der Forensischen Psychiatrie im Maßregelvollzug behandelt. Ihre Verlegung in ein reguläres Gefängnis stand unmittelbar bevor – sicherlich das Motiv für den Ausbruch.

Pflegerin als Geisel
Als die Pflegekraft zur Medikamentenschleuse kommt, geht alles blitzschnell. Die beiden Häftlinge bedrohen die Frau mit einer selbstgebauten Stichwaffe und nehmen sie als Geisel. Dann führen sie sie zur Sicherheitsschleuse am Eingang. Als der Pförtner sieht, dass es die Männer ernst meinen, öffnet er die Tür. Die Häftlinge fliehen und lassen die Pflegerin unverletzt zurück.

Offenbar gehen Günter und Tsopa nach dem Ausbruch getrennte Wege. Nach Erkenntnissen der Polizei hält sich Alexander Günter am 29. September 2019 in Schwäbisch Gmünd auf, dann verliert sich seine Spur. Oleksandr Tsopa flüchtet in die Schweiz. Sein letztes Lebenszeichen stammt vom 4. Oktober 2019.

Auf der Flucht: Alexander Günter (o.) und Ruslan-Oleksandr Tsopa (u.)

Personenbeschreibungen:

  • Alexander Günter ist deutsch-russischer Staatsangehöriger, 28 Jahre alt, etwa 1,70 m groß, von normaler Statur, hellbraune Haare. Bei seiner Flucht trug er eine weiße Sportjacke und eine weiße Hose mit drei roten Streifen an der Seite.
  • Ruslan-Oleksandr Tsopa ist ukrainischer Staatsangehöriger, 23 Jahre alt, etwa 1,75 m groß, schlank, kurze, dunkle Haare. Er trug dunkle Kleidung.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat die beiden auf der Flucht gesehen?
  • Wer weiß, wo sie sich heute aufhalten?

Zuständig:  Kripo Neu-Ulm, Telefon: 0731 / 80 13 201