Babyleiche im Rhein: Erste Hinweise eingegangen

Albbruck (dpa/lsw). Nach dem Fund eines mutmaßlich getöteten Babys im Rhein bei Albbruck (Kreis Waldshut) sind bei der Polizei schon einige Hinweise eingegangen. Diese würden nun so schnell wie möglich ausgewertet, gab die Polizei bekannt. Eine Sonderkommission «Baby» mit 20 Ermittlern sei gegründet worden.

Für die Polizei ist die Mutter des Kindes der Schlüssel zur Lösung des Falls. «Das Kind wurde am Mittwoch im Wasser gefunden, wir kennen den Tatort nicht, können keine Spuren auswerten. Ohne die Mutter können wir nicht herausfinden, was passiert ist», erklärte ein Polizeisprecher. Das Neugeborene ist wahrscheinlich direkt nach der Geburt getötet worden. «Wir gehen davon aus, dass das Mädchen bei der Geburt lebensfähig war.» Hinweise auf die Mutter sollen nun neben der Bevölkerung Krankenhäuser, Ärzte, Hebammen und Entbindungsstationen geben.

Wo genau das Baby ins Wasser gelangte, ist bisher unklar: Aufgrund der hohen Pegelstände des Rheins und seiner Nebenflüsse kämen sowohl Deutschland als auch die Schweiz infrage. Die Grenze verläuft am Fundort durch den Rhein. Die Ermittler suchen nun Frauen, die bis vor kurzem schwanger waren und jetzt ohne Baby unterwegs sind.

30.05.2015 Ta