Betrüger oder Gefahr für Kinder? Vorsicht, falsche Jugendamtsmitarbeiter!

Duisburg/Gelsenkirchen (dpa) – Wenige Tage nach Gelsenkirchen warnt auch die Stadt Duisburg vor falschen Jugendamtsmitarbeitern. Ein unbekannter Mann und eine unbekannte Frau haben gestern Mittag bei einer Familie einen falschen blauen Dienstausweis vorgezeigt und Zutritt zur Wohnung gefordert. Sie verlangten gezielt die Herausgabe des jüngsten Kindes. Laut Polizei hat die 30 Jahre alte Mutter sofort die Tür geschlossen und sich anschließend beim Jugendamt erkundigt. «Alles richtig gemacht», lobte eine Sprecherin der Stadt Duisburg heute Morgen.

«Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte ein Sprecher der Duisburger Polizei auf Anfrage. So sei bislang unklar, ob es sich um versuchte Kindesentführung handelt oder eine bislang unbekannte Form des Trickbetrugs, um in fremde Wohnungen zu gelangen und sie für Diebstähle auszukundschaften. Auch ein möglicher Zusammenhang zum Vorfall in Gelsenkirchen werde geprüft. Im Fall Duisburg ist das Kind, auf das sich die Unbekannten bezogen, ein nicht einmal einjähriges Mädchen.

Dienstausweis muss städtisches Siegel tragen 
Die Polizei rät, im Zweifel keinen Fremden in die Wohnung zu lassen und die Türen sofort zu schließen. Die Stadt Duisburg mahnt, sich immer den Dienstausweis – am städtischen Siegel zu erkennen – vorzeigen zu lassen und die Angaben umgehend durch einen Anruf beim Jugendamt oder gleich bei der Polizei zu überprüfen.

Die Stadt Gelsenkirchen hatte vor einer Woche ebenfalls vor falschen Jugendamtsmitarbeitern gewarnt. Bei einer Familie hatten sich zwei unbekannte Frauen als Jugendamtsmitarbeiter ausgegeben und die Herausgabe eines Kindes gefordert. Einen Dienstausweis konnten sie nicht vorzeigen.

20.12.19 wel