Betrügerin schon auf der Spur

Hilfreiche Hinweise nach erster XY-Sendung 2021

«Aktenzeichen XY… ungelöst»  im «Corona»-Modus. In einem fast leeren Studio moderierte Rudi Cerne die erste Fahndungssendung in diesem Jahr. Eine Livesendung unter größten Sicherheitsmaßnahmen, um die Gesundheit der Mitwirkenden nicht zu gefährden.

Statt der für die angesprochenen Fälle zuständigen Polizeibeamten verteilten sich die bayerischen LKA-Beamten an den Hinweistelefonen im Studio und hielten damit die erforderlichen Sicherheitsabstände ein.

Auch in den Filmen ungewohnte Distanzen zwischen den Schauspielern, keine Begrüßungs- oder Abschiedsküsse, Telefonate statt direkter Kontakte in den Spielszenen. Und schließlich fanden die Gespräche zwischen Rudi Cerne und den Sachbearbeitern auch wieder per Live-Schalte statt.

Doch das alles beeinträchtigte die Bereitschaft der Zuschauer nicht, zur Klärung der gezeigten Fälle beizutragen. Im Gegenteil: Einige der Hinweise stimmen die Beamten sehr zuversichtlich.

Verdächtige Beobachtungen
In der Nacht zum 24. Dezember 1994, wurde Zakia Mansour auf grausame Weise ermordet. Kriminalhauptkommissar Frank Bauerfeld von der Kripo Gifhorn stellte seine Fragen an die XY-Zuschauer von der heimischen Dienststelle aus. Zwei Anrufer gaben besonders interessante Hinweise: So wurde der Name einer konkreten Person genannt, die in Verbindung zur ehemaligen Disco „Nanu“ steht. Dort soll sich das spätere Opfer kurz vor der Tat aufgehalten haben. Der zweite Hinweis bezieht sich auf einen Mann, der 1994 in der Nähe des Tatorts mit verschiedenen Frauen aufgefallen sein soll.
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«Sei leise!»
Auch zu dem Raub auf eine 82-jährige Frau in Lennestadt gingen viele Hinweise ein – vor allem zu merkwürdigen Lauten des Haupttäters, die nach „Schüh schüh“ oder „chichi“ geklungen haben sollen. Möglicherweise handelte es sich – so die Hinweisgeber – um eine albanische Redewendung für „sei leise“.
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Taxi schon erkannt?
Seit Jahrzehnten warnt die Polizei davor, doch immer wieder werden ältere Mitbürger Opfer sogenannter Enkeltrick-Betrüger. So auch in Dülmen im Landkreis Coesfeld. Die dortige Kripo fahndet mit einem Video nach einer dunkelhaarigen Frau, die per Taxi von einem gutgläubigen Rentner 40.000 Euro abgeholt hat. Gleich mehrere Hinweise gab es zu dem Taxi mit der auffälligen Werbung. Die Kripo Coesfeld geht den Hinweisen bereits nach und ist zuversichtlich, den bisher unbekannten Taxifahrer als wichtigen Zeugen zu seinem Fahrgast befragen zu können.
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Foto:  Securitel / ZDF 

13.01.21 wel