Brandserie in Gymnasium – Kripo fahndet mit Fotos nach Feuerteufel

Aachen/Schleiden (dpa) – Nach einer Brandserie in einem Gymnasium in der Eifelstadt Schleiden fahnden die Ermittler mit einem Foto aus einer Überwachungskamera nach einem mutmaßlichen Brandstifter. Bei zwei Bränden im November und einem weiteren Feuer im Dezember gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von Brandstiftung aus.

Aufnahmen einer Kamera  zeigen bei beiden Bränden im November, wie sich jeweils dieselbe Person  unmittelbar vor dem Feuer Zugang zur Schule verschafft. Auf dem Fahndungsfoto trägt sie eine helle Jacke mit aufgezogener Kapuze und hat vermutlich Schal oder Tuch über den Mund gezogen.

Seit Mitte November hat es in der Schule dreimal gebrannt. Allein bei dem Feuer am 16. November war ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Bei dem letzten Feuer am Dienstag hatte der Mann eines Sicherheitsdienstes den Brand frühzeitig bemerkt. Die Einsatzkräfte konnten schnell löschen. Die Staatsanwaltschaft setzte für Hinweise, die zur Ergreifung des Tatverdächtigen führen, eine Belohnung von 2.000 Euro aus, die Versicherung zusätzlich 3.000 Euro.

Bei dem ersten kleinen Feuer, das von selbst wieder ausging, vermuteten die Ermittler zunächst einen technischen Defekt. Sie stellten dann aber einen Zusammenhang zu den anderen, späteren Taten her. In allen Fällen war das Feuer in den ersten Stunden nach Mitternacht ausgebrochen.

06.12.18  wel