Brutaler Angriff auf 20-Jährigen – Hunderte Feiernde müssen Berliner Park verlassen

Berlin (dpa) – Mehrere Hundert Feiernde in Berliner Parks haben in der vergangenen Nacht Polizei-Einsätze ausgelöst. Nach einer gefährlichen Körperverletzung wurde der James-Simon-Park in Mitte geräumt, berichtete ein Polizeisprecher. Etwa 800 Menschen hatten dort zuvor gefeiert. Nach dem Angriff gegen 23.30 Uhr auf einen 20-Jährigen sei die Stimmung sehr angespannt gewesen, heißt es. «Zur Verhinderung einer weiteren Eskalation wurde die Parkanlage komplett geräumt», erklärte der Sprecher.

Vorangegangen war nach seinen Angaben ein Streit zwischen zwei Gruppen. In der Folge hätten drei bislang unbekannte Männer auf den 20-Jährigen eingeschlagen und auf ihn eingetreten, als dieser bereits am Boden lag. Zwei ihm zur Hilfe kommende Freunde seien ebenfalls angegriffen worden. Die Täter konnten flüchten.

Auch im benachbarten Monbijou-Park kontrollierte die Polizei Feiernde. Dort hatten sich etwa 300 Menschen versammelt, wie der Sprecher sagte. Insgesamt seien rund 60 Beamtinen und Beamte vor Ort gewesen. Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Sommermonaten will die Polizei die Situation in den Berliner Parks verstärkt beobachten. «Bei gutem Wetter muss man damit rechnen, dass es schnell voll wird und es auch schnell zu Auseinandersetzungen kommt», erklärte der Sprecher.

Im vergangenen Jahr waren aufgrund von Schließungen wegen der Corona-Pandemie immer wieder Tausende Menschen für Partys in die Berliner Parks ausgewichen. Es kam zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und Polizisten (e110 berichtete).

04.06.22 wel