Diebe im Krankenhaus – Klauserie an Mainzer Uniklinikum

Wiesbaden (dpa) – Am Mainzer Universitätsklinikum hat es in den vergangenen Monaten eine Serie von Geldbeutel-Diebstählen gegeben. Vier Fälle wurden angezeigt. Es sei aber wahrscheinlich, so ein Polizeisprecher, dass es mehr Fälle gebe.

Der erste Diebstahl ereignete sich im September 2018. Die Geschädigten waren laut Polizei Mitarbeiter oder Besucher der Klinik. Beim letzten bekannten Fall im April hätte man einen Täter möglicherweise fast erwischt: Nach Polizeiangaben hatten Zeugen damals eine verdächtige Person auf dem Flur beobachtet, die vorgab, Glühbirnen zu wechseln. Als sie ihn ansprachen, flüchtete der Mann in unbekannte Richtung. Danach hatte ein 46-Jähriger festgestellt, dass sein Portemonnaie gestohlen worden war. In dem Fall hatte die sofortige Sperrung der EC-Karte eine anschließende «Verwertungstat» verhindert.

Andere Opfer hatten weniger Glück: Im März war einer 52-Jährigen der Geldbeutel samt EC-Karte gestohlen und anschließend ein dreistelliger Betrag abgehoben worden. Die Frau hatte den Pin in ihrem Portemonnaie hinterlegt. Da oft nur Anzeige erstattet werde, wenn auch Geld vom Konto abgebucht werde, und weil auch angezeigte Diebstähle von Geldbeuteln nicht immer eindeutig auf einen bestimmten Ort einzugrenzen seien, könnten weitere Fälle nicht ausgeschlossen werden, teilt die Polizei mit. Es könnte sich durchaus um 10 bis 20 weitere Fälle handeln. Ob es sich um einen Einzeltäter oder eine Gruppe handelt, ist nicht bekannt.

12.06.19 wel