Diebstähle von Gullydeckeln: Festgenommener räumt 50 Taten ein

Neubrandenburg/Penkun (dpa) – Nach einer Serie von Gullydeckel-Diebstählen im Südosten Mecklenburgs und in Vorpommern hat der Verdächtige die Taten eingeräumt – und ist wieder auf freiem Fuß. Wie eine Polizeisprecherin gestern sagte, handelt es sich um den 34-Jährigen, der am Freitag bei Neubrandenburg gefasst worden war . In seinem Transporter waren zehn kurz zuvor aus Straßen ausgebaute gusseiserne und schwere Regenwasser-Einläufe entdeckt worden   (e110 berichtete).  Gegen den Mann wird wegen Diebstahls und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Der Festgenommene hat zudem erklärt, vorher etwa 40 andere Gullydeckel in Regionen südlich von Neubrandenburg sowie bei Strasburg, Pasewalk und Penkun (Vorpommern-Greifswald) entwendet zu haben. Als Motiv gab er Geldnot an. Teile der Beute seien bei Metallhändlern verkauft worden. Da der gebürtige Pole feste Wohnsitze in Polen und Berlin angab, wurde kein Haftbefehl beantragt.

Nach ersten Diebstählen vor einer Woche hatte die Polizei Beschreibungen des Mannes und seines auffälligen Fahrzeugs herausgegeben. Damit erkannten Zeugen den Verdächtigen am Freitag erst bei Pasewalk und später nahe Neubrandenburg. Mit Hilfe eines Hubschaubers wurde er gefasst. Der Gesamtschaden der Diebstähle, die Fahrzeugführer wegen der Straßenlöcher in Gefahr brachten, wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

20.09.22 wel