Drogenbande ausgehoben, Dealer in Haft – 44 Kilo Marihuana gesichert

Kiel/Neumünster (dpa) – Polizei und Zoll haben eine mutmaßliche Drogenbande aus Neumünster zerschlagen. Dabei wurden 44 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Wie die Staatsanwaltschaft Kiel, das Landeskriminalamt und das Zollfahndungsamt Hamburg mitteilten, wurden fünf Tatverdächtige festgenommen. Das Marihuana hat den Angaben zufolge einen Schwarzmarktwert von etwa 440.000 Euro. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Kiel gegen den 27 Jahre alten Hauptbeschuldigten Haftbefehl. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Seit dem Sommer ermittelt eine Gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Kriminalpolizei und Zoll gegen die Gruppe. Diese steht im Verdacht, die Rauschgiftszene in Neumünster, aber auch in anderen Teilen Schleswig-Holsteins mit Marihuana versorgt zu haben. Ende Oktober ist es gelungen, eine vermutlich aus Spanien ankommende Lieferung in einem Industriegebiet in Neumünster sicherzustellen. Eine Spezialeinheit der Landespolizei nahm außer dem Lastwagenfahrer vier weitere Tatverdächtige fest.

In der Nähe des Lasters fanden die Ermittler zunächst fünf Kilogramm Marihuana. Den größeren Teil der in zwei Reisetaschen verpackten Lieferung hatten die Dealer zuvor in einem Gebüsch deponiert. Beamte entdeckten das Versteck. Bei dem 62 Jahre alten Fahrer fanden sie einen mutmaßlichen Kurierlohn von 20.000 Euro. Bei anschließenden Durchsuchungen stellten Fahnder 4.000 Euro und weitere Beweismittel sicher.

13.11.22 wel