Drogenrazzia in Asyl-Unterkünften – Reger Handel aufgedeckt

Baden-Baden (dpa) – Bei einer Drogenrazzia in Wohnungen und Asylunterkünften in Baden-Baden sowie im Landkreis Rastatt haben heute rund 150 Polizeikräfte mehrere Objekte durchsucht. Es gehe um den Verdacht des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in Asylunterkünften, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Auch private Wohnungen seien seit dem frühen Morgen durchsucht und Amphetamine, Marihuana sowie Kokain sichergestellt worden – in welchen Mengen, ist nicht bekannt.

Die Ermittlungen laufen dem Behördensprecher zufolge seit vergangenem Jahr. «Wir haben festgestellt, dass Personen in die Unterkünfte hineingegangen und mit Drogen wieder herausgekommen sind», sagte er. Auch habe man wiederholt Personen mit Drogen erwischt, die diese eigenen Angaben zufolge in den Unterkünften gekauft hätten. Auch mit Ecstasy-Tabletten sei gehandelt worden.

Zehn mutmaßliche Drogenhändler, darunter eine Frau, seien identifiziert und davon einige am Morgen vorläufig festgenommen worden. Vor allem in der Wohnung der Frau wurden den Angaben zufolge größere Mengen Drogen sichergestellt. Nach weiteren Beschuldigten wird gesucht. Ein Teil der Verdächtigen sei in der Vergangenheit bereits durch Gewalttaten aufgefallen, wie es weiter heißt. Auch Spezialkräfte seien deshalb vor Ort gewesen. In die mehrmonatigen verdeckten Ermittlungen war den Angaben zufolge auch das Landeskriminalamt eingebunden.

24.01.23 wel