Düsseldorfer Flughafenkoffer: Jetzt doch Öffentlichkeitsfahndung

Düsseldorf (dpa). Ein Täuschungsversuch unter Drogendealern war möglicherweise Auslöser für den Großeinsatz am Düsseldorfer Flughafen vor gut zwei Wochen. Es könne sich um eine Täuschung unter Dealern handeln, sagte Staatsanwältin Ricarda Battenstein bei einer Pressekonferenz der Polizei.

Ein abgestellter Trolley hat am 24. September zu einer Räumung des drittgrößten deutschen Airports geführt. Mehr als 10.000 Passagiere waren betroffen. In dem herrenlosen Gepäckstück wurde eine Bombe vermutet – tatsächlich wurden aber Mehl, Speisestärke und Gewürze gefunden. Die zehnköpfige Ermittlungskommission kann nun die Bilder des jungen Mannes veröffentlichen, der den Rollkoffer abgestellt hat. Sie wurden von mehreren Überwachungskameras aufgezeichnet. Erst nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft hat ein Amtsrichter die Veröffentlichung der Videos und Fotos erlaubt.

Die Aufzeichnungen zeigen einen schlanken Mann in fliederfarbenem Pullover, der entspannt durch das Flughafengebäude schlendert und auch mal mit einem Handy telefoniert – die meiste Zeit ist er ohne Koffer. Nur etwa drei Minuten hatte der gesuchte Unbekannte den bedruckten Koffer vor dem Abstellen in der Abflughalle bei sich. Insgesamt hielt sich der etwa 30 Jahre alte Mann nach Auskunft der Ermittler gut eineinhalb Stunden am Flughafen auf – zuletzt wurde er um 14.55 Uhr am Fernbahnhof des Airports gefilmt.

10.10.2013 Ta