Durchsuchungen wegen Hetze – Spürhund erschnüffelt versteckte Datenträger

Kassel (dpa) – Ermittler haben in Nordhessen sowie im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe die Wohnungen von zwei Männern und einer Frau durchsucht. Sie sollen Schriften mit womöglich volksverhetzendem Inhalt verbreitet haben. Die 70 und 75 Jahre alten Männer sowie die 73 Jahre alte Frau werden der Volksverhetzung verdächtigt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Kassel mitteilten. In den Schriften sei es mutmaßlich um Rassenlehre, völkisches Gedankengut sowie die Aufstachelung zu Hass gegen Personen mit Migrationshintergrund gegangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Bei dem Einsatz in der vergangenen Woche stellten die Beamten mit Hilfe von Spürhunden den Angaben zufolge zahlreiche Datenträger, Aktenordner und Publikationen sicher, die nun ausgewertet werden. Festgenommen wurde niemand.

Von besonderem Interesse sind demnach zwei Laptops, vier Festplatten und fünf USB-Sticks, die nur dank eines Datenträgerspürhunds in einem Versteck gefunden werden konnten. Der Diensthund hatte die Gegenstände bei der Wohnungsdurchsuchung im Landkreis Kassel hinter der Blende einer Küchenzeile erschnüffelt. Der bei der Durchsuchung anwesende 75-jährige Tatverdächtige wurde aggressiv und setzte sich gegen die Polizisten zur Wehr. Er muss sich nun neben des Verdachts der Volksverhetzung auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

10.11.22 wel