Einbrecher machen keine Ferien

Ungebetener Besuch in vorübergehend verwaisten Wohnungen

Wenn es in den Sommerferien viele Menschen aus den Häusern treibt, machen sich landauf landab vermehrt Einbrecher ans Werk – so zum Beispiel auch in Sachsen-Anhalt. 

Für Einbrecher ein sicheres Zeichen: Die Luft ist rein, Bewohner in Urlaub!

Magdeburg (dpa) – In den Sommerferien ist in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren die Zahl der Einbrüche im Vergleich zu den Vormonaten gestiegen. «Insgesamt betrachtet ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen in Sachsen-Anhalt im Juli und August bei den Tatörtlichkeiten Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus zu verzeichnen», sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Berücksichtigt wurden Delikte wie etwa Einbruchsdiebstahl und Tageswohnungseinbruch.

Die Einbruchszahlen für Einfamilienhäuser gingen in Sachsen-Anhalt von Mai und Juni 2020 mit 82 Fällen auf 114 Taten im Juli und August hoch. 2021 war laut LKA im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 70 auf 96 Fälle zu verzeichnen. In den anschließenden Monaten September und Oktober waren 2020 insgesamt 113 Fälle und 2021 dann 89 Fälle verzeichnet worden. Das heißt, dass der Anstieg im Sommer sicherlich vorhanden sei, jedoch mit Ende der Sommerferien nicht wieder nachlasse, erklärte der Sprecher. Die Fallzahlen stiegen sogar zum Jahresende hin weiter an, da die dunkle Jahreszeit wohl bessere Tatgelegenheiten für Kriminelle schaffe.

Ein Kriminalbeamter demonstriert in einer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, wie leicht ein ungesichertes Fenster mit einem Schraubenzieher aufgebrochen werden kann.

«Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit», sagte der LKA-Sprecher. Etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Für die Betroffenen sei vor allem ein Wohnungseinbruch oft ein einschneidendes Erlebnis. Abgesehen von den Schadenssummen werde das allgemeine Sicherheitsgefühl der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigt. Denn die Tat sei auch ein Eingriff in die Privatsphäre – also in die vermeintliche Geborgenheit der eigenen vier Wände, so der Sprecher. Bei manchen sei die Leidenszeit lang.

Fotos:  Thomas Max Müller / PIXELIO  und Bodo Marks / dpa 

05.08.22 wel


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