Ermittlungen gegen Mafia: Beamte sollen Dienstgeheimnisse verraten haben

Duisburg (dpa) – Die Anti-Mafia-Ermittlungen der Behörden erstrecken sich in Nordrhein-Westfalen auch auf Beamte. Es werde gegen fünf Beschuldigte wegen Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Duisburger Staatsanwaltschaft heute. Dabei handele es sich um zwei Polizisten, eine Regierungsbeschäftigte der Polizei, eine Mitarbeiterin der Stadt Wesseling und eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt Duisburg. Sie alle sollen illegal Informationen an mutmaßliche Mafiosi oder deren Helfer weitergegeben haben.

Um welche Informationen es sich dabei handelt, wollen die Ermittler nicht preisgeben. Die Beschuldigten sollen «behördliche Auskunftssysteme» genutzt haben. Nach bisherigem Stand haben sie keine finanzielle Gegenleistung erhalten. Die Ermittlungen seien dadurch aber vermutlich nicht gefährdet worden.

Die Ermittlungen gegen die Beamten werden im Zusammenhang mit der internationalen Anti-Mafia-Razzia von gestern gesehen. Nordrhein-Westfalen war einer der Schwerpunkte der Ermittler. Zahlreiche Objekte waren in NRW durchsucht worden  (e110 berichtete).

06.12.18  wel