Erneut Geldautomaten gesprengt – Verbrecher auf der Flucht

Darmstadt (dpa) – Nur zwei Tage nach einer heftigen Explosion in einer Bank in Rüsselsheim sind gestern Morgen in Darmstadt erneut Geldautomaten gesprengt worden. Entgegen ersten Erkenntnissen mussten die Ganoven auch diesmal ohne Beute die Flucht ergreifen, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Großfahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, blieb ohne Erfolg. Die Kriminellen konnten zunächst nicht gefasst werden. Ob die Verbrechen in Rüsselsheim und Darmstadt im Zusammenhang stehen, wird ermittelt.

Zeugen zufolge waren es vier Maskierte, die kurz vor 3 Uhr im Vorraum einer Bank zwei Geldautomaten sprengten. Sie sollen anschließend zunächst zu Fuß und dann im Auto geflüchtet sein. Wie viele Täter es genau waren, ist noch nicht verifiziert, heißt es bei der Polizei. Der Schaden in der Bank hielt sich diesmal in Grenzen. In Rüsselsheim war der Schaden durch die Explosion am Mittwoch auf mehrere 100.000 Euro geschätzt worden. Die Explosion war der Polizei zufolge so heftig, dass der Geldautomat eine massive Wand durchbrach.

Das Landeskriminalamt Hessen hatte im Frühjahr 2019 eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich mit Geldautomatensprengungen befasst. Bei der Prävention wollen sich die Kriminalisten nicht zu genau in die Karten schauen lassen, um den Tätern keine Hinweise zu geben. Zu den Maßnahmen gehören aber etwa Beratungsangebote für die Banken sowie Schulungen für die Filial-Mitarbeiter.

17.10.20 wel