Falscher Lehrer entlarvt – 23-Jähriger trug etwas zu dick auf

Pullach (dpa) – Mit gefälschten Dokumenten hat sich ein 23-Jähriger eine Anstellung als Lehrer an einer Schule im Landkreis München ergaunert. Der Schwindel ist nach wenigen Wochen aufgeflogen, weil der junge Mann bei seinem Lebenslauf wohl zu dick aufgetragen hatte, wie ein Sprecher der Polizei heute berichtete.

Der 23-Jährige brüstete sich laut Polizei an der Schule in Pullach gegenüber Eltern unter anderem damit, verschiedene Hochschulen und Universitäten besucht zu haben. Aufgrund des Alters des Mannes waren Eltern Zweifel gekommen. Eine 47-Jährige überprüfte einige Behauptungen des Mannes im Internet, stieß dabei auf Widersprüche und erstattete Anzeige.

Auch im Kreis Starnberg beworben 
Als die Polizei am vergangenen Montag an der Schule anrückte und den 23-Jährigen Münchner mit den Vorwürfen konfrontierte, hat er die Tat zugegeben. Laut Polizei wurden auch entsprechende Beweise sichergestellt.

Der junge Mann unterrichtete an der Schule in Pullach, wo er sich als Englischlehrer beworben hatte, seit Anfang April. Um welche Schule es sich handelte, wollte der Sprecher nicht bekanntgeben. Es sei aber kein Gymnasium gewesen, sagte er. Zum Motiv des Mannes ist noch nichts bekannt.

Mit den gefälschten Dokumenten hatte er sich zuvor bereits an einer Schule im Landkreis Starnberg beworben. Welchen Schulabschluss der 23-Jährige hat, konnte der Sprecher nicht sagen. Der Mann sei bislang polizeilich noch nie in Erscheinung getreten. Jetzt wird gegen den falschen Lehrer wegen Betrugs ermittelt.

18.05.22 wel