Festnahme im KaDeWe-Raub

Erster Schritt zur Aufklärung: Kripo nimmt Tatverdächtigen in Berlin fest

Berlin (dpa/bb). Nach dem Überfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe kurz vor Weihnachten hat es eine erste Festnahme gegeben. Ein 25-jähriger Mann sei verhaftet worden, der im Verdacht stehe, an dem Raub beteiligt gewesen zu sein, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt. Fünf maskierte Männer überfielen das Kaufhaus am 20. Dezember 2014. Sie zerstörten mit Hämmern und Äxten Vitrinen in der Schmuckabteilung und flüchteten mit hochwertiger Beute.

Gegen den 25-Jährigen liegt ein Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts vor. Er wurde in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen gefasst. Auch das mutmaßliche Fluchtfahrzeug ist den Angaben zufolge sichergestellt worden. Es trug gestohlene Kennzeichen. Zum Stand der Ermittlungen gegen die anderen Täter macht die Polizei keine Angaben. Es werde weiter ermittelt, erklärte ein Sprecher der Polizei. Die Festnahme sei ein erster Schritt zur Aufklärung des Verbrechens. Beamte durchsuchten außerdem die Wohnung eines 29-Jährigen in Berlin Wilmersdorf. Er steht in Verdacht, den Räubern geholfen zu haben. Festgenommen wurde er nicht.

Neue Hinweise nach Öffentlichkeitsfahndung
Vor gut einer Woche veröffentlichte die Polizei Fotos und Bilder einer Überwachungskamera, auf denen fünf maskierte Männer bei dem Überfall zu sehen sind. Die Ermittler hoffen, damit den Tätern auf die Spur zu kommen. Seither sind zwölf Hinweise bei der Polizei eingegangen.

Der Raubüberfall sorgte am Samstag vor Weihnachten für Schlagzeilen. Eine Stunde nach Öffnung des Kaufhauses. In dem Video ist zu sehen, wie die Männer mit ihrem Wagen vor dem Kaufhaus vorfuhren, losstürmten und Besucher panisch wegliefen. Mit Hämmern schlugen die Räuber wild gegen das Sicherheitsglas der Vitrinen ein, was aber nicht immer den gewünschten Erfolg brachte. Einige Scheiben zerbrachen nicht, obwohl die Männer mehrfach heftig dagegen schlugen. Die Beute steckten sie in Beutel, darunter wertvolle Uhren, Halsketten und Ohrringe. Zum Wert macht die Polizei bis heute keine Angaben.

19.03.2015 Ta