Feuer in ehemaliger Schule – Bewohner als Brandstifter weggesperrt

Rheine (dpa) – Nach einem vermutlich vorsätzlich gelegten Wohnungsbrand in Rheine (Kreis Steinfurt) ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Gegen den 20-Jährigen wird wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes ermittelt. Der Mann ist einer von drei Bewohnern der betroffenen Wohnung.

Bei dem Brand in einer ehemaligen Hausmeister-Wohnung eines mittlerweile bewohnten Schulgebäudes soll es laut Polizeiangaben zu einer Explosion gekommen sein, in deren Folge eine Wand einstürzte und sich das Feuer ausbreitete. Die Wohnung brannte vollständig aus.

Brandstifter in Psychiatrie  
Vier Männer erlitten leichte Verletzungen. Zwei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben konnten alle vier das Haus selbstständig verlassen. Der mutmaßliche Brandstifter, ein Syrer, soll die Erdgeschosswohnung laut Polizeiangaben kurz vor Entstehung des Feuers verlassen haben.

Der Staatsschutz der Polizei Münster ist in die Ermittlungen einbezogen worden. Erkenntnisse über eine politisch motivierte Tat liegen nicht vor. Der Tatverdächtige wurde psychologisch begutachtet und einem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Münster die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet.

09.09.22 wel