Feuerlöscher werden zu Flammenwerfern – Mann plant Angriffe auf Polizei

Landau (dpa) – Nach der Festnahme eines Mannes in der Pfalz wegen mutmaßlich geplanter Angriffe auf Polizisten wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer «schweren staatsgefährdenden Gewalttat» ermittelt. Bei einer Durchsuchung des Wohnanwesens des 51-Jährigen in der Verbandsgemeinde Landau-Land seien acht Feuerlöscher sowie brennbare Stoffe gefunden worden, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mit.

Der Mann soll geplant haben, diese als Flammenwerfer umzubauen und damit bei Demonstrationen die Polizei anzugreifen. Von seinen Plänen hatte er einem Dritten erzählt, der die Ermittler darüber informierte. Als Motiv geht die Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz von einer staatsfeindlichen Gesinnung aus.

Offenbar «Reichsbürger»
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt, ob der Beschuldigte sogenannten Reichsbürger-Ideologien anhängt und in Strukturen einer Gruppierung eingebunden ist, hieß es. Hinweise zur Beteiligung weiterer Personen gibt es bislang nicht.

Peter Klein, parteiloser Ortsbürgermeister von Siebeldingen (Verbandsgemeinde Landau-Land), sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Verdächtige habe sich in der Vergangenheit geweigert, Abgaben für Strom, Wasser und Gas zu zahlen, da er den Staat nicht anerkenne.

Bei der Durchsuchung des Anwesens des Mannes hatte die Polizei auch Drogen sichergestellt. Anfang der Woche kam der 51-Jährige zunächst wegen des Verdachts auf Drogenhandel in Untersuchungshaft. Bereits im Oktober 2022 hatten Polizisten bei ihm Cannabis gefunden.

15.01.23 wel