Fünf Millionen Strafverfahren – Viel Arbeit für Staatsanwälte

Wiesbaden (dpa) – Die Staatsanwaltschaften in Deutschland haben im vergangenen Jahr knapp fünf Millionen Ermittlungsverfahren in Strafsachen abgeschlossen. Das waren 1,2 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Vor allem Straftaten wie Diebstahl und Betrug beschäftigten die Juristen.

In den verschiedenen Bereichen gab es unterschiedliche Entwicklungen. So stieg etwa die Zahl der Verfahren in Staatsschutzsachen deutlich um 30,6 Prozent auf 46.000. Dagegen ging die Zahl bei den Straßenverkehrsdelikten um 3,3 Prozent auf 868.000 zurück. «Der Rückgang dürfte unter anderem mit dem niedrigeren Verkehrsaufkommen infolge der ‚Corona‘-Pandemie zusammenhängen», heißt es.

Spitzenreiter: Diebstahl und Betrug 
Jedes dritte erledigte Verfahren – 31,6 Prozent – bezog sich auf Eigentums- und Vermögensdelikte. Dahinter kamen Straßenverkehrsdelikte mit 17,4 Prozent, gefolgt von Straftaten gegen das Leben und die körperliche Unversehrtheit wie Mord, Totschlag oder Körperverletzung mit 9,3 Prozent sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit ebenfalls fast 8,6 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Verfahren wurden eingestellt, beispielsweise mangels Tatverdacht. In einem Fünftel der Fälle wurde Anklage erhoben oder ein Strafbefehl beantragt. Die restlichen Verfahren wurden unter anderem an andere Staatsanwaltschaften abgegeben.

Symbolfoto:  Tim Reckmann / PIXELIO

30.08.21 wel