Täter drohen mit Feuer

Antiquitätensammler ausgeraubt

(XY-Sendung vom 12. Februar 2020)
Jahrzehntelang hat ein Mann aus Viersen Kunstgegenstände und Raritäten gesammelt. Plötzlich wird er von Räubern überrascht. Die Täter fordern Gold und drohen damit, ihr Opfer bei lebendigem Leib anzuzünden.

XY-Szenenfoto

Ein 79 Jahre alter Mann aus Viersen ist beruflich nach wie vor aktiv und verkauft Alarmanlagen. Zudem ist er begeisterter Kunstsammler. Seit über 40 Jahren besucht er Antik-Märkte und sammelt Raritäten.

Benzinkanister dabei
Am Freitag, dem 8. Juni 2018 ist der Mann abends allein zu Hause. Gegen 22.30 Uhr klingelt jemand an seiner Haustür Sturm. Als er nachfragt, wird ihm von außen mitgeteilt, dass die Polizei vor der Tür stehe. Er solle sofort öffnen. Als der 79-Jährige aufschließt, wird er von zwei Männern überwältigt, die mit Pistolen bewaffnet sind. Sie haben einen Benzinkanister dabei. Die Männer zwingen ihn, seine Tresore zu öffnen. Dann fesseln sie ihr Opfer mit Klebeband, rauben Bargeld und zahlreiche Wertgegenstände.

Zwischenzeitlich wollen sie ihr Opfer zwingen, eine Tür im Keller zu öffnen, hinter der sie weitere Wertgegenstände vermuten. Doch der Mann hat den Raum vermietet und besitzt selbst keinen Schlüssel für diese Tür. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, droht einer der Täter sogar damit, den 79-Jährigen mit Benzin zu übergießen und anzuzünden.

Geraubt: der schwarze Skoda des Opfers (Vergleichsfoto).

Täter nehmen Auto mit
Im Wohnzimmer fesseln die Täter ihr Opfer mit Klebeband und durchsuchen das Haus weiter. Erst gegen 1 Uhr verlassen sie den Tatort und nehmen neben mehreren großen Taschen mit Beute sowie auch das Auto des Mannes mit, einen älteren schwarzen Skoda, vorderer linker Scheinwerfer mit dunklem Klebeband und Folie abgeklebt.

Vermutlich sind die Täter dann vom Tatort in der Straße „Rahserfeld“ in die „Sittarder Straße“ gefahren, wo einer der Täter in ein weiteres Fahrzeug umgestiegen sein dürfte. Dabei haben die Täter Spuren hinterlassen. Der schwarze Skoda wird am nächsten Tag 80 Kilometer entfernt, in dem holländischen Ort Someren, gefunden. Dort mussten ihn die Täter auf ihrer Flucht wegen eines platten Reifens stehen lassen.

Phantombilder: der Wortführer (l.) und sein Komplize.

Personenbeschreibungen:

  • Wortführer: etwa 30 Jahre alt, ca. 1,70 m groß, schlank, dunklerer Teint, sehr kurze Haare oder Glatze, sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent, ab und zu auch Englisch; bekleidet u.a. mit schwarzem Basecap, hellen Turnschuhen und Handschuhen.
  • Komplize: Mitte 30, ca.1,75 m groß, etwas kräftiger als der Wortführer und ebenfalls dunkler Teint, ebenfalls sehr kurze Haare oder Glatze, dunkel gekleidet, dunkle Schirmmütze, Handschuhen, sprach wenig Deutsch mit starkem osteuropäischem Akzent, gelegentlich auch Englisch.

    Beute: Fabergé-Uhr (l.) und Sonderbriefmarke Saarland/Rotes Kreuz.

Geraubte Gegenstände:

  • blaue Fabergé-Uhr
  • Briefmarkensammlung, darunter Bögen mit insgesamt rund 1.000 Exemplaren einer Sondermarke vom 5. Mai 1955: Saarland/Rotes Kreuz, Katalognummer 360
  • Eine antike Goldmünze mit Motiv „Julius Cäsar“. Diese wurde vom Opfer als Anhänger an einer Kette getragen.

    Tatort in Viersen.

Fragen nach Zeugen

  • Wer kann Angaben zu dem Überfall machen? Vermutlich sind die Täter durch einen Tipp auf ihr Opfer aufmerksam geworden.
  • Wer kennt die Täter?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der geraubten Wertgegenstände machen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Viersen, Telefon 02162 / 37 70