Geldwäscher sitzen in U-Haft – Bei Durchsuchungen 1,3 Mio. Euro gefunden

Hamburg (dpa) – Nach monatelangen Ermittlungen hat die Hamburger Polizei mehrere mutmaßliche Geldwäscher festgenommen und bei Durchsuchungen mehr als 1,3 Millionen Euro Bargeld sichergestellt. Bei den Zugriffen wurden fünf Tatverdächtige festgenommen. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Insgesamt standen vier Hauptverdächtige und 13 mutmaßliche Komplizen im Fokus der Ermittlungen. Bei den mutmaßlichen Drahtziehern der Geldwäsche-Geschäfte handelt es sich um ein Ehepaar und dessen 35 und 42 Jahre alten Söhne.

Der Familie wird vorgeworfen, illegal erwirtschaftete Gelder durch Geldwäsche ins Ausland gebracht zu haben. Dazu sollen sie unter anderem einen Goldhandel in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs genutzt haben. Das Geld sollen sie vor allem durch Drogenhandel erwirtschaftet haben. Komplizen hatten es den Erkenntnissen zufolge in Autos oder Flugzeugen über die Grenzen gebracht, meist nach Spanien. Insgesamt sollen bei den mindestens 50 Bargeld-Transporten fast fünf Millionen Euro ins Ausland geschmuggelt worden sein.

Zehn Monate verdeckt ermittelt 
Die Durchsuchungen fanden in Hamburg, Schleswig-Holstein und im niedersächsischen Winsen/Luhe statt. Dabei wurden laut Polizei viele Beweismittel wie schriftliche Unterlagen und elektronische Geräte gefunden. Zudem stellten die Beamten scharfe Schusswaffen und Geldbanderolen sicher.

Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft sogenannte Arrestbeschlüsse über 15 Millionen Euro erwirkt. Deshalb wurden zudem Vermögenswerte wie Bargeld und hochwertige Autos beschlagnahmt, Konten eingefroren sowie Grundstücke und Immobilien gesichert – damit sie nicht weiterveräußert werden können. Die Polizei hatte seit Ende September verdeckt ermittelt.

02.08.20 wel