Geschäfte mit Bitcoin

Geld in digitalen Orbit geschickt

(XY-Spezial vom 27. März 2019) 
Ob strategische Anleger oder Glücksritter – Viele hoffen, mit Bitcoins das große Geld zu machen. Doch statt hohe Ausschüttungen einzufahren, sind die Anleger-Konten plötzlich leer. Und wer gegen die Betrüger vorgeht, wird schnell selbst zur Zielscheibe.

XY-Szenenfoto

Seit etwa zehn Jahren gibt es Bitcoin, eine sogenannte Kryptowährung, ein digitales Zahlungsmittel. Jeder kann Bitcoins kaufen und damit bezahlen. Oder in leistungsstarke Computer investieren, die mit Hilfe eines komplexen Algorithmus neue Bitcoins generieren. Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache auch „schürfen“.

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Geld landet direkt auf Betrüger-Konten
Wer in die Computer investiert, wird wiederum mit Bitcoins entlohnt. Auf genau diesen Geschäftszweig konzentriert sich seit einiger Zeit eine Gruppe Betrüger. Sobald das Geld der Investoren angekommen ist, landet es ohne große Umwege in den Taschen der Betrüger. Denn: Nur anfangs wird in Rechner – minderwertige veraltete Geräte, investiert. Und die versprochenen Renditen gibt es nur in den ersten Wochen – so lange, bis die Mitglieder neue zahlende Investoren gefunden haben. Denn in Wahrheit halten nur diese das System am Laufen. Was die Betrüger gut getarnt haben, ist nichts anderes als das altbekannte Schneeballsystem.

„Sponsoren“ werben neue Kunden
Bis die zahlenden Mitglieder hinter die Masche kommen, ist es schon zu spät. Meist ist die komplette Investition weg. Wer die Masche durchschaut und sich gegen die Betrüger wehrt, muss mit Sanktionen rechnen.

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Um zumindest noch ein wenig Geld zu retten, entscheiden sich manche, das kriminelle Spiel mitzuspielen und neue Investoren zu finden. Sie steigen vom gemeinen Investor zum sogenannten „Sponsor“ auf. Diese kassieren bis zu 30 Prozent der kriminell erzielten Einkünfte als Prämien, wenn sie neue Kunden akquirieren.

Vorbeugetipps:

  • Auf solide Anbieter achten!
  • Vorher im Internet recherchieren!
  • Impressum im Werbematerial prüfen!
  • Nicht unter Zeitdruck setzen lassen, keine Sofortabschlüsse!
  • Im Betrugsfall: sofort Anzeige erstatten und nationale Aufsichtsbehörden (z.B. «Bafin») informieren!
  • Anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen!