Hamburger „Gefahrengebiet“: Über 400 Personen kontrolliert

Hamburg (dpa). In dem von der Hamburger Polizei festgelegten Gefahrengebiet“ sind am Wochenende mehr als 400 Menschen überprüft worden. Die Zone wurde am Samstag nach Attacken auf Polizisten eingerichtet; in ihr sind verdachtsunabhängige Kontrollen erlaubt.

Im Einzelnen seien gut 90 Aufenthaltsverbote und 8 Platzverweise ausgesprochen worden, sagte eine Polizeisprecherin heute Mittag. Zudem habe es eine Festnahme gegeben. 45 Menschen seien in Gewahrsam genommen worden – fast alle, nachdem sie an einer Kreuzung geschrien und Feuerwerk gezündet hätten und auf Gesprächsversuche der Polizei nicht eingegangen seien. Sie gehörten zu etwa 300 Menschen, die sich über das Internet zu einem «Spaziergang durch das Gefahrengebiet» verabredet hatten, um gegen diese Maßnahme der Polizei in Teilen der Stadtviertel Altona, St. Pauli und Sternschanze zu protestieren. 

Die Beamten haben den Angaben zufolge bei den Kontrollen unter anderem Schlagwerkzeuge, Pyrotechnik und schwarze Masken sichergestellt. Wie lange die Stadtteile Gefahrengebiet bleiben, sei von der weiteren Entwicklung abhängig, hieß es. Grund für die verstärkte Überprüfung sind Angriffe auf Beamte und polizeiliche Einrichtungen in jüngster Zeit.

06.01.2014 Ta