Heuballen und Wald brennen an der A 66 – Polizei sucht nach Serientäter

Hofheim/Hainburg (dpa) – Zwei mutmaßliche Brandstiftungen haben in Hessen für Feuerwehr-Einsätze gesorgt. Rund 600 Heuballen und eine 400 Quadratmeter große Fläche standen in der vergangenen Nacht auf einem Feld an der A 66 nahe Hofheim (Main-Taunus-Kreis) in Brand.
Vorsichtshalber wurden eine nahe gelegene Raststätte gesperrt und mehrere Autos von dort entfernt. Die Löscharbeiten gingen den Angaben zufolge bis in die Morgenstunden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht nach Zeugen. Sie schätzt den Schaden auf rund 30.000 Euro.

In der Nähe von Hainburg im Kreis Offenbach kam es gestern Abend erneut zu einem Waldbrand, den Ermittler einer Serie von Brandstiftungen zuordnen. Diesmal standen rund 2.500 Quadratmeter Waldfläche in Flammen, wie ein Sprecher der Polizei in Offenbach mitteilte. Es seien zwei Brandstellen gefunden worden, was dafür spreche, dass der Brand gezielt gelegt wurde.

Brandstiftungen seit Ende März 
Aktuell wird in über zwei Dutzend Fällen ermittelt, welche teils mehrere Feuer umfassen. Bereits seit Ende März brennt es immer wieder im Wald sowie auf Feldern und Wiesen in Hainburg, Seligenstadt, Obertshausen und Heusenstamm. Verdächtige seien dagegen noch nicht ausgemacht worden.

Mit Blick auf die Ermittlungen gebe es drei Probleme: die Größe und Abgeschiedenheit des Waldes sowie mögliche vom Feuer zerstörte Spuren. «Das macht es uns sehr schwer», erklärte der Sprecher. An den Löscharbeiten waren den Angaben zufolge 45 Feuerwehrleute beteiligt. Das Rote Kreuz war zudem wegen des heißen Wetters vor Ort, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Ein Polizeihubschrauber unterstützte bei der Suche nach dem Brandnest.

05.08.22 wel